Schiffshavarie in Basel
Verfahren zu Unfall des Kiesschiffes «Merlin» wird eingestellt

Die Havarie eines Kieslastschiffes auf dem Rhein in Basel im August 2014 ist auf eine unglückliche Verkettung von Umständen zurückzuführen. Die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt hat das Verfahren gegen die Beteiligten eingestellt.

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Das nach der Havarie vom August 2014 kieloben im Rhein liegende Kieslastschiff "Merlin". (Archivbild)

Das nach der Havarie vom August 2014 kieloben im Rhein liegende Kieslastschiff "Merlin". (Archivbild)

Keystone/GEORGIOS KEFALAS

In den Unfall vom 4. August 2014 waren insgesamt drei Schiffe verwickelt. Der Sachschaden betrug laut der Mitteilung der Staatsanwaltschaft vom Donnerstag rund eine Million Franken, und es dauerte mehrere Wochen, bis das verunglückte Kiesschiff "Merlin" geborgen war. Verletzt wurde beim Unfall niemand.

Das Baggerschiff «Merlin» kenterte. Nun sind Schlepper eingetroffen und das Schiff wurde gesichert.
14 Bilder
Havarie auf dem Rhein
Aus dem gekenterten Schiff läuft Dieselöl aus.
Schlepper sind auf dem Weg zum Kiesschiff.
Vom Kiesschiff ist nur noch der Kiel sichtbar.
Noch ist unklar, wie viel Treibstoff aus dem gekenterten Schiff austritt.
Die Passagiere des Personenschiffs «Olympia» werden evakuiert.
Rettungskräfte sind vor Ort.
Unzählige Rettungskräfte waren im Einsatz.
Zum Glück gab es keine Verletzten. Die Sanität war trotzdem vor Ort.
Die Passagiere blieben unverletzt und sind wieder auf das Schiff zurückgekehrt. Ob es weiterfahren kann, ist noch unklar.
Das Kiesschiff «Merlin» liegt noch immer im Wasser. Der «Vogel Gryff» wird versuchen, es abzuschleppen.
Ob die Schifffahrt gesperrt werden muss, ist noch unklar. Man kann allerdings davon ausgehen.
Sanität, Polizei, Feuerwehr, Zoll und Grenzwache sind vor Ort.

Das Baggerschiff «Merlin» kenterte. Nun sind Schlepper eingetroffen und das Schiff wurde gesichert.

Kenneth Nars

Externe Gutachten und polizeiliche Ermittlungen ergaben nun, dass dem Bootsführer des mit Schwemmsand beladenen Kiesschiffes kein Fehlverhalten nachgewiesen werden konnte.

Unfallursache war, dass der vordere Ankerpfahl bei der Verankerung des Schiffes auf dem Verklappungsplatz nicht gehalten hatte. Weshalb, ist unbekannt. Die Folge war, dass die "Merlin" in Schieflage geriet. Wasser drang in die Laderäume ein und machte sie manovrierunfähig. Das ausser Kontrolle geratene Schiff kenterte.

Unterhalb der Dreirosenbrücke kollidierte das rheinabwärts treibende Kiesschiff mit dem Passagierschiff "Olympia" - dessen Besatzung hatte vergeblich versucht, auszuweichen, wie die Staatsanwaltschaft schrieb. Als die beiden Schiffe zusammenstiessen, wurde auch noch das Passagierschiff "Lafayette" in Mitleidenschaft gezogen.

Die Bergung des havarierten Kiesschiffes erwies sich als schwierig. Erst im Oktober 2014 konnte der kieloben beim Dreiländereck im Rhein liegende Rumpf wieder in Normallage gedreht werden. Danach konnte er ausgepumpt und abtransportiert werden.