Zürich

Uferweg am Zürichsee: Kantonsrat will nichts davon wissen

Die öffentlich zugänglichen Flächen am Ufer des Zürichsees sollen gemäss der Richtplananpassung ausgedehnt werden.

Zürichseeufer

Die öffentlich zugänglichen Flächen am Ufer des Zürichsees sollen gemäss der Richtplananpassung ausgedehnt werden.

Der Zürcher Kantonsrat will nichts von einem «möglichst nahe» am Zürichsee verlaufenden Uferweg wissen. Er hat knapp eine entsprechende Passage aus dem kantonalen Richtplan gestrichen.

Gemäss Richtplan sollen die öffentlich zugänglichen Flächen am Ufer des Zürichsees ausgedehnt werden. Umstritten war bei der Debatte im Kantonsrat am Morgen jedoch, ob ein durchgängiger Uferweg "möglichst nahe am See" entstehen soll, wie die vorberatende Kommission dies beantragt hatte.

FDP und SVP forderten in einem Minderheitsantrag, diesen Passus aus dem kantonalen Richtplan zu streichen. Damit würde der Weg für Eingriffe in Privateigentum und Enteignungsverfahren geebnet, begründeten die Bürgerlichen ihr Anliegen. Haarscharf stimmte der Rat mit 89 zu 88 Stimmen überraschend dem Antrag zu.

Die Debatte des Zürcher Kantonsrats über die Teilrevision des kantonalen Richtplans dauert bis am Dienstagabend. Insbesondere wegen der Fragen rund um künftige Standorte für Kiesabbau und Abfalldeponien dürften es noch zu intensiven Diskussionen kommen.

Der in der Schlussabstimmung vom Parlament getroffene Entscheid ist nicht anfechtbar, auch findet keine Volksabstimmung statt. Der teilrevidierte Richtplan muss allerdings vom Bundesrat genehmigt werden.

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