Coronakrise

Über die Ostertage werden am Gotthard-Tunnel wohl die Kontrollen verschärft

Vor dem Gotthard soll es deutlich weniger Verkehr geben.

Vor dem Gotthard soll es deutlich weniger Verkehr geben.

Die Polizeikorps von Uri und Tessin sind für einmal nicht besorgt darum, dass der Osterverkehr flüssig läuft. Fürs Wochenende sind Kontroll-Massnahmen geplant.

Dieses Jahr ist alles anders: Am Gotthard wird rund um Ostern deutlich weniger Verkehr erwartet als in den vergangenen Jahren. Trotzdem fürchten sich die Tessiner, dass sich zu viele Leute nicht davon abhalten lassen, trotz Corona-Pandemie die freien Tage in der Sonnenstube der Schweiz zu verbringen.

Ein Kontrollplatz wird eingerichtet

An einer Medienkonferenz, die auf Dienstagnachmittag angesetzt ist, wollen die beiden Polizeikorps von Uri und dem Tessin über «Informations- und Kontrollmassnahmen» sowie deren Umsetzung mit einem Kontrollplatz bei Wassen informieren. In Medienberichten war sogar spekuliert worden, dass der Gotthardtunnel geschlossen werden könnte. Dies allerdings liegt nicht in der Kompetenz der Kantone. Wie das Astra gegenüber dem «Tagesanzeiger» mitteilte, wäre dies auch nicht im Sinn des Bundes. Begründung: Die Nationalstrasse als Hauptader müsse gerade in diesen Zeiten geöffnet bleiben.

Hauptziel: Bevölkerung sensibilisieren

Vorstellbar dürfte ein Tropfensystem sein, das es erlaubt, eine hohe Menge an Verkehrsteilnehmern zu kontrollieren. Wie bei der Kantonspolizei bestätigt wurde, handelt es sich um Massnahmen der beiden Polizeikorps. Hauptziel soll es sein, die Bevölkerung zu sensibilisieren, dass Fahrten ins Tessin vermieden werden sollen. Die Personen zur Umkehr zu zwingen, dürfte aus rechtlicher Sicht aber schwierig sein. Die Polizei will sich erst an der Medienkonferenz dazu äussern.

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