Schweiz

Task Force fordert Corona-Ampel – Kantonsärzte winken ab

Der Epidemiologe und ehemaliger Leiter der wissenschaftlichen Task Force des Bundes befürwortet die Einführung eines Corona-Ampelsystems.

Der Epidemiologe und ehemaliger Leiter der wissenschaftlichen Task Force des Bundes befürwortet die Einführung eines Corona-Ampelsystems.

Österreich kennt sie bereits: die Corona-Ampel. Sie stellt die epidemiologische Lage jeweils farblich dar. Eine solche fordert nun auch die wissenschaftliche Task Force des Bundes.

(dpo) Mit der Corona-Ampel bewertet Österreich die epidemiologische jede Woche neu bewertet und stellt sie auf einer Karte farblich dar. Matthias Egger, Ehemaliger Leiter der wissenschaftlichen Task Force des Bundes, fordert nun die Einführung einer solchen Corona-Ampel mit vorab definierten Massnahmen in der Schweiz: «Frau Bundespräsidentin Sommaruga hat von einem ‹Gstürm› gesprochen. Das kann man damit verhindern», sagte Egger gegenüber Radio SRF am Mittwoch.

Doch Thomas Steffen, Kantonsarzt von Basel Stadt und Vorstandsmitglied der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte, hält die Einführung einer Ampel für ungeeignet: «Wir versuchen das Bild ganzheitlich zu sehen, und die Massnahmen dieser ganzheitlichen Sicht anzupassen. Das kann man nicht vernünftig in Ampeln reindrücken», so Steffen an der Medienkonferenz des Bundes am Dienstag. Niemand hätte es verstanden, wenn die Massnahmen aufgrund eines Ampelsystems bereits im Sommer verschärft worden wären.

Diese Aussage habe das Taskforce-Mitglied Egger «ein wenig erstaunt»., wie er im Radio-Interview sagt. Die Schweiz habe es verpasst, das Polster des Lockdowns über den Sommer zu bewahren. «Wir haben es im Sommer bereits ausgegeben und sind dann im Herbst sehr verletzlich geworden für eine zweite Welle, die wir jetzt gerade erleben.»

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