Die Ausgaben der öffentlichen Hand für die Hochschulen wachsen deutlich weniger stark als die Studierendenzahlen. Die Kosten pro Student an den universitären Hochschulen sinken in den meisten Fachbereichen, wie die „Schweiz am Sonntag“ mit Verweis auf neue Zahlen des Bundesamts für Statistik schreibt.

So kostete im Jahr 2015 ein durchschnittlicher Student der Zahnmedizin im Bachelor- und Masterstudium knapp 22‘000 Franken. Im Jahr 2007 waren es 41‘000 Franken. Das Studium der exakten Wissenschaften ist im selben Zeitraum 28 Prozent billiger geworden, bei den Maschinen- und Elektroingenieurwissenschaften resultierte ein Minus von 26 Prozent.

Verglichen wird der „Kostenindikator I“, bei welchem das Bundesamt für Statistik die Kosten der Grundbildung durch die Anzahl der Studierenden teilt. Einzelne Studiengänge sind auch teurer geworden – etwa die Veterinärmedizin oder die Sprach- und Literaturwissenschaften.

Betreuungsqualität ist gestiegen

Gleichzeitig ist die Betreuungsqualität etwa an der Universität Zürich gestiegen. Vor zehn Jahren kamen dort 58 Studenten auf eine Professur, im Jahr 2015 waren es noch 42. Man habe sich kontinuierlich verbessert, sagt UZH-Sprecher Kurt Bodenmüller. Insbesondere die Rechtswissenschaftliche, die Wirtschaftswissenschaftliche und die Philosophische Fakultät verzeichneten heute deutlich mehr Professuren pro Student. Diese Verbesserung sei vor allem der fortgesetzten Nachwuchsförderung zu verdanken.

An anderen Hochschulen ist die Betreuungsquote teils aber gesunken. In den Studien der Maschinen- und Elektroingenieurwissenschaften kamen beispielsweise an der ETH Zürich im Jahr 2007 noch 27 Studenten in der Grundbildung auf einen akademischen Mitarbeiter, während es 2015 schon 33 Studenten waren. Im Bereich Bauwesen und Geodäsie stieg die Anzahl der Studenten pro Mitarbeiter von 31 auf 41. Die Zahlen sind nicht direkt vergleichbar.