Gemeinderat
Sportplatz wird ökologisch

Der Gemeinderat von Hofstetten-Flüh verabschiedete am Dienstagabend den Gestaltungsplan mit den Sonderbauvorschriften und hofft, dass der Kanton diese innerhalb von acht Wochen gutheisst.

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Sportplatz

Sportplatz

bz Basellandschaftliche Zeitung

Bea Asper

Es würden wohl noch fünf Jahre vergehen, bis Hofstetten-Flüh endlich zu einer neuen Sportanlage komme, äusserten sich vor kurzem Einwohner gegenüber Gemeindepräsidentin Deborah Fischer-Ahr. An der Sitzung des Gemeinderats entkräftigte sie diese Bedenken: Das über zwei Millionen Franken teure Projekt, das im Dezember von der Gemeindeversammlung befürwortet wurde, soll spätestens im nächsten Jahr eingeweiht werden.

Im Bewusstsein, dass das Projekt raumplanerisch heikel ist, brachten Ressortleiter Peter Boss und Bauverwalter Roland Ebner bei der Vorprüfung durch den Kanton bereits Detailfragen zur Sprache.Mit ökologischen Massnahmen wird nun versucht, einen Ausgleich zu schaffen. Vorgesehen ist ein «Versickerungsbereich, der wechselfeuchte Gebiete schafft. Zusammen mit den offenen Flächen der Felsbänder, dem Wiesensaum und dem breiten Waldrand entsteht ein engmaschiges, abwechslungsreiches Mosaik ökologisch wertvoller Lebensräume», heisst es im Planungsbericht.
«Beide Spielfelder ragen im nordwestlichen Bereich in den anstehenden Fels.» Die bis zu einem Meter freizulegende Felsschicht werde als ortstypisches Landschaftselement inszeniert. «Das abgetragene Felsmaterial wird in der südlichen Ecke ebenfalls als Gestaltungsmittel eingesetzt», heisst es weiter.

Zaun hält Wildschweine fern

Mit Hypothesen zur Benutzerstatistik, inklusive einer Annahme zur Weiterentwicklung des Sportvereins will der Gemeinderat belegen, dass kein grosser Publikumsverkehr zu befürchten sei. Ausserdem wird die Nutzung der beiden Spielfelder (100 auf 64 Meter und 67 auf 50 Meter) durch die Gemeinde kontrolliert und bei schlechten Bodenverhältnissen eingeschränkt werden.

Mit der vorgesehenen Einzäunung solle die Sportanlage vor Wildschweinen und Dachsen geschützt werden, erläuterte Ebner. Die Zufahrt zur Sportanlage erfolgt über die bestehenden und ausgebauten Gemeindestrassen Chöpfliweg und «im Wygärtli». Ein vier Meter breiter Hauptweg entlang der Ostseite des Spiel- und Trainingsfeldes runde die Erschliessung ab und sei gleichzeitig Stehplatz für die Zuschauer.

Der bestehende Feldweg soll Richtung Osten verlegt werden. Er verbindet die Spielfelder miteinander. Der Weg entlang der nördlichen Waldgrenze bleibe erhalten und diene weiterhin als Zugang zum Chöpfli. «Er wird jedoch durch eine Schranke für den privaten Fahrzeugverkehr abgeriegelt. Forst und Notfalldienste erhalten zum Öffnen der Schranke einen Schlüssel», erklärt der Bauverwalter.

Für das Abstellen von Fahrzeugen wird die Parkierung aus dem Waldrandbereich entfernt. Gemäss Gestaltungsplan ist «der neue Parkplatz dem geplanten Garderobegebäude vorgelagert». Das maximale Ausmass des Gebäudes ergibt sich aus dem «eingetragenen Baubereich von 17 auf 35 Meter. Die Erschliessung erfolgt über die Strasse «im Wygärtli».