Schweiz

Sommaruga tauscht sich online mit Jugendlichen über Corona und Klimawandel aus

Simonetta Sommaruga tauschte sich per Videokonferenz mit den Jugendlichen aus.

Simonetta Sommaruga tauschte sich per Videokonferenz mit den Jugendlichen aus.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga beantwortete am Samstag an der digitalen Jugendsession Fragen von Jugendlichen. Deren Verhalten in der Coronakrise stellte sie ein gutes Zeugnis aus.

(agl) Wir seien es in der Schweiz nicht gewohnt, in solcher Unsicherheit zu leben, wie sie aktuell herrscht, sagte Simonetta Sommaruga an der Veranstaltung, die via Livestream übertragen wurde. Für die junge Generation sei dies besonders schwierig. «Ich habe die jungen Menschen im Frühling als sehr solidarisch erlebt», sagte die Bundespräsidentin. Auch jetzt sehe sie sehr viele, die sich an die Regeln hielten, auch wenn die Bevölkerung etwas coronamüde geworden sei. Dass die Jugendlichen trotz Corona ihr soziales Leben weiterführen wollen, dafür habe sie jedoch grosses Verständnis.

Weiter erhielt Sommaruga verschiedene Fragen zum Thema Klimawandel. Sie verstehe die Ungeduld der Jugend, was die Massnahmen betrifft, sagte sie. In der Schweiz gehe es jedoch stets darum, einen Mittelweg zu finden.

Es sei klar, dass die Schweiz vorwärts machen muss. Ein zentraler nächster Schritt sei die Abstimmung über das CO2-Gesetz, gegen das diverse Wirtschaftsverbände das Referendum ergriffen haben. Auch um diese Abstimmung zu gewinnen, wolle sie gemeinsam mit den jungen Menschen die «ganze Bevölkerung überzeugen, dass wir mehr tun müssen».

Die diesjährige Jugendsession hätte eigentlich vom 5. bis 8. November im Bundeshaus stattfinden sollen, wurde jedoch aufgrund der hohen Coronazahlen abgesagt. Als Alternative fand am Samstag eine Online-Veranstaltung statt, an der neben Sommaruga unter anderem auch Ständeratspräsident Hans Stöckli teilnahm.

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