Naturspektakel
So schön war die Sonnenfinsternis – die besten Bilder aus Europa

Westeuropa hat am Freitag ein seltenes Himmelsschauspiel erlebt: Eine partielle Sonnenfinsternis liess den sonnigen Frühlingstag vorübergehend merklich dunkler und kühler werden. Am Vormittag begann der Mond, sich langsam vor die Sonne zu schieben.

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Schulkinder vor dem Königlichen Observatorium im Greenwich Park.
37 Bilder
Ein Hund trägt eine Schutzbrille in London.
Übertragung der Sonnenfinsternis an der ETH Lausanne
Studenten in London beobachten die Sonnenfinsternis auf ihrem Laptop.
Ein Mann beobachtet Sonnenfinsternis von der Karlsbrücke in Prag, Tschechien.
Die Sonnenfinsternis im Planetarium in Pamplona, Spanien.
Ein Passant fotografiert die Sonnenfinsternis auf dem Bundesplatz in Bern, im Hintergrund das Bundeshaus.
Beobachter in Belgrad, Serbien.
Eine Engländerin beobachtet die Sonnenfinsternis vom Strand in Barcelona, Spanien.
Ein Mann beobachtet mit seinem Teleskop die Sonnenfinsternis in Athen, im Hintergrund die Akropolis.
Die Sonnenfinsternis gesehen an der ETH in Lausanne.
Hollands Königspaar Maxima und Willem-Alexander beobachten die Sonnenfinsternis am Fischmarkt in Hamburg.
Hollands Königspaar Maxima und Willem-Alexander beobachten die Sonnenfinsternis am Fischmarkt in Hamburg.
Sonnenfinsternis am Strand von Barcelona, Spanien.
Eine Frau aus Italien beobachtet die Sonnenfinsternis in Barcelona.
In einer Energiezentrale in Deutschland wird die ausgefallene Sonnenenergie durch andere Energieträger kompensiert.
Eine Frau beobachtet die Sonnenfinsternis vor dem Petersdom im Vatikan.
Auch in Norwegen wird die Sonnenfinsternis beobachtet.
Passanten beobachten Sonnenfinsternis in Lausanne.
Ein Kind beobachtet die Sonnenfinsternis aus Turin.
Passanten beobachten Sonnenfinsternis in Lausanne.
Passanten beobachten Sonnenfinsternis in Lausanne.
Frauen verfolgen Sonnenfinsternis in Zürich.
Ein Mann verfolgt Sonnenfinsternis aus Zürich.
Ein Mann verfolgt Sonnenfinsternis aus Zürich.
Die Sonnenfinsternis in Norwegen.
Sonnenfinsternis in Budapest.
Die Statue der gotischen Kathedrale in Milano durch die Sonnenfinsternis gesehen.
Die Sonnenfinsternis in Milano, Italien.
Der Kirchturm von Meersburg (Deutschland) gesehen durch die Sonnenfinsternis.
Sonnenfinsternis aus Luzern.
Sonnenfinsternis vom Uetliberg aus gesehen.

Schulkinder vor dem Königlichen Observatorium im Greenwich Park.

Keystone

Von etwa 9.30 Uhr an liess der durchziehende Mond die Sonne zuerst als angebissenes Guetsli erscheinen, dann als dickes und später mageres Gipfeli. Kurz nach 10.30 Uhr, zum Höhepunkt des Spektakels, war die Sonne eine Sichel. Kurz vor Mittag war der Mond an der Sonnenscheibe vorbeigezogen - die Sonne erschien wieder rund.

Baar ZG: Beinbruch wegen Sonnenfinsternis

Weil er die Sonnenfinsternis bestaunen wollte, hat sich am Freitag ein Mann in Baar verletzt. Der 49-Jährige blickte zum Himmel, machte einen Fehltritt und stürzte eine rund 50 Zentimeter hohe Rampe hinunter. Mit Verdacht auf Beinbruch wurde er ins Spital gebracht, wie die Zuger Polizei mitteilte.

Schauspiel vor der Haustür

Weil der Himmel am Freitag in der Schweiz fast überall blau war, war das Spektakel von der eigenen Haustür aus ohne Einschränkung zu sehen. Kurz vor 10.30 Uhr wurde es in Bern - bei Schönwetter - merklich dunkler. MeteoSchweiz registrierte einen Temperaturrückgang von rund einem halben Grad, wie es auf Anfrage hiess.

Etwas Glück brauchten Genferinnen und Genfer: Über ihrer Stadt war der Himmel am Vormittag leicht bedeckt, wie Alexander Giordano, Meteorologe bei MeteoSchweiz, am Vormittag sagte. Ob die verdunkelte Sonne in Genf zu sehen gewesen sei, habe sich von Minute zu Minute ändern können.

Noch etwas schwieriger waren laut Giordano Himmelsbeobachtungen im Tessin, im Misox und im Simplongebiet, wo Hochnebel den Himmel verdeckte. Teilweise habe die Sonne zwar durchgedrückt, sagte Giordano. Nächste mögliche Beobachtungsorte mit klarem Himmel seien hohe Gipfel, das San-Bernardino-Gebiet, das Bergell oder die Poebene.

Gewarnt wurde, das Naturereignis mit blossem ungeschütztem Auge zu beobachten. Wer ungeschützt längere Zeit direkt in die Sonne schaut, riskiert bleibende Schäden an den Augen.

Sonnenfinsternis im Büro

Wer keine Schutzbrille und keine andere technische Schutzvorrichtung zur Verfügung hatte und auch nicht in eine Sternwarte gehen konnte, konnte das Ereignis über Livestreams bei zahlreichen Onlinemedien mitverfolgen. Auch ohne offizielle Arbeitspause liess sich die Sonnenfinsternis deshalb auch vom Büro aus beobachten.

Schon vor Freitag waren die speziell für Sonnenbeobachtungen angefertigten Schutzbrillen vielerorts ausverkauft, unter anderem wegen der guten Wetterprognosen. Und auch die Sternwarten hatten vorgesorgt: In ihren Observatorien führten sie Interessierten das Spektakel vor und gaben Erläuterungen dazu ab.

Auch auf den Berner Hausberg Gurten kamen die Menschen, um die Finsternis zu beobachten. Es seien rund 200 Personen mehr mit der Bergbahn aus der Stadt gekommen als an einem Freitagmorgen üblich, hiess es bei der Gurtenbahn. Unter ihnen seien auch Schulklassen und Interessierte mit Teleskopen und Fotoapparaten gewesen.

Während das Naturereignis in vieler Munde war und auch im Internet eifrig kommentiert wurde, blieb die Tierwelt gelassen. Vierbeiner und Vögel hätten keine auffälligen Reaktionen gezeigt, hiess es im Zoo Zürich, im Zoo von Servion VD in der Nähe von Lausanne und in der Vogelwarte in Sempach LU.

In Deutschland konnten Himmelsgucker vor allem in der Mitte und im Süden gut beobachten, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach sagte. In Westen und Nordwesten hingehen lag zäher Hochnebel. Im Osten und Nordosten war die Finsternis trotz Wolken mancherorts zu beobachten.

Vielen Franzosen dagegen nahmen dichte Wolkenfelder und Dunst die Freude an der Sonnenfinsternis. Über Paris und den meisten Teilen des Landes war das Naturschauspiel nicht wahrnehmbar.