Schweizergarde

Schweizergarde: Papst Franziskus bekommt Verstärkung

Franziskus und die Schweizergarde während der Audienz vom Montag

Franziskus und die Schweizergarde während der Audienz vom Montag

Im Vatikan haben am Dienstag 30 neue Rekruten der Schweizergarde dem Papst ihre Treue geschworen. Während einer feierlichen Zeremonie schworen die Gardisten Papst Franziskus und seinen Nachfolgern «treu, redlich und ehrenhaft zu dienen».

Die gegenwärtig rund 110 Mann zählende Schweizergarde bewacht den Papst und seinen Palast seit 1506. Die Vereidigung der neuen Rekruten erfolgt jedes Jahr am 6. Mai - in Erinnerung an die Plünderung Roms durch die Landsknechte Kaiser Karls V., den sogenannten "Sacco di Roma", am 6. Mai 1527. Damals fielen 147 Schweizergardisten, die Papst Clemens VII. (1523-1534) verteidigten.

Unter den 30 neuen Gardisten sind 20 Deutschschweizer, sechs Rekruten stammen aus dem französischsprachigen, vier aus dem italienischsprachigen Landesteil, wie die Schweizergarde in Rom mitteilte. Die meisten Rekruten verpflichten sich heute für eine zweijährige Dienstzeit.

Schwyz gut vertreten

Die Vereidigung fand in Gegenwart des vatikanischen Innenministers Giovanni Angelo Becciu statt. Aus dem Kanton Schwyz waren mehrere hundert Personen sowie Mitglieder der Kantonsregierung nach Rom gereist, wie der "Bote der Urschweiz" berichtete. Der Innerschweizer Kanton ist dieses Jahr Gastkanton.

Papst Franziskus hatte am Montagvormittag die päpstliche Schweizergarde in einer Audienz empfangen, sich herzlich bedankt und ihre Arbeit gewürdigt. "Eure Arbeit legt ein authentisches Zeugnis ab. Es drückt den konkreten Wunsch aus, sich einer wichtigen und verbindlichen Aufgabe zu widmen.

Papst würdigt die Gardisten

Zu diesem Entschluss seid ihr auch dank eurer Familien und eurer Gemeinden gekommen! Ich will ihnen dafür herzlich danken", sagte der Papst in einer Ansprache.

Der Papst würdigte auch die aussergewöhnliche Uniform der Schweizer Garde, dieses Jahr feiere sie den 100. Geburtstag. Die Form und ihre Farben seien in der ganzen Welt bekannt und erinnern an Hingabe, Ernsthaftigkeit und Sicherheit.

Der Papst unterstrich jedoch auch den Individualismus jedes einzelnen. "In jeder Uniform steckt auch eine konkrete Person: mit einer Familie, mit anderen Wurzeln, mit einer anderen Persönlichkeit und anderen Gefühlen. Jeder von euch hat eigene Wünsche und eigene Projekte", sagte Franziskus.

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