Die "solide Marktposition" habe SR DRS 2009 halten können. Im Wochenschnitt wurden mit den sechs DRS-Radio-Programmen rund 90 Prozent der Deutschschweizer Bevölkerung erreicht. Wenn der Marktanteil von 63 Prozent gehalten werden könne, sei er zufrieden, sagte Radiodirektor Iso Rechsteiner.

Das Radiopublikum will laut Rechsteiner vermehrt frei wählen können, wann und wo es seine Lieblingssendungen konsumiert. Vor allem die jüngere Generation mache immer öfter Gebrauch von Audio-on-demand-Angeboten und Podcasts, nutzten aber entsprechend weniger das "klassische Radio".

Im vergangenen Jahr sind laut DRS-Statistik 24 Millionen Podcasts heruntergeladen worden. Dies sind täglich 66'000 respektive 130 Prozent mehr als im Vorjahr. Es sei allerdings nicht klar, ob wirklich alle heruntergeladenen Sendungen auch wirklich angehört wurden, räumte Rechsteiner ein.

Insgesamt bietet SR DRS 74 Wort- und Musiksendungen als Podcast an. Am erfolgreichsten ist die Informationssendung "Echo der Zeit" mit täglich rund 9600 Downloads.

Die volkstümliche DRS Musikwelle hat trotz der Abschaltung des Mittelwellensenders Beromünster Ende 2008 laufend an Publikum gewonnen. Der Marktanteil betrug im zweiten Halbjahr 2009 4,1 Prozent. Das bedeutet, dass über 300'000 Personen täglich DRS Musikwelle einschalten.

Nach dem Verlust von 2,1 Millionen Franken im Jahr 2009 wird auch für das laufende Jahr mit einem Minus gerechnet und zwar in der Höhe von 0,9 Millionen Franken. Ab 2011 seien wieder schwarze Zahlen geplant, sagte Rechsteiner.