Rechtshilfegesuch

Schweiz befragt Zeugen im Fall Breivik

Die Schweiz ermittelt im Fall Breivik (Symbolbild)

Die Schweiz ermittelt im Fall Breivik (Symbolbild)

Norwegen hat der Schweiz im Fall des Doppelattentäters Anders Behring Breivik ein Rechtshilfegesuch gestellt. Darin ersucht das Land die Schweiz, einen Zeugen im Kanton Freiburg anzuhören.

Die Schweiz sei zum Schluss gekommen, dass das norwegische Ersuchen vom 23. September den formellen Anforderungen entspreche, bestätigte Ingrid Ryser, Sprecherin des Bundesamtes für Justiz (BJ), einen Artikel der "NZZ am Sonntag". Das Amt habe deshalb den Fall an die Bundesanwaltschaft zum Vollzug delegiert.

Breivik hatte am 22. Juli auf der kleinen norwegischen Insel Utøya 69 Teilnehmer eines sozialdemokratischen Jugend-Sommerlagers ermordet. Zuvor starben bei einer von Breivik ausgelösten Bombenexplosion im Osloer Regierungsviertel acht Menschen.

Der 32-jährige Rechtsextremist begründete seine Anschläge neben Hass auf den Islam auch mit der Absicht, den regierenden Sozialdemokraten möglichst umfassend zu schaden. Er hält sich im juristischen Sinne für unschuldig, da er mit dem Anschlag Norwegen und Europa habe retten wollen.

Nach den Attentaten hatte der Nachrichtendienst des Bundes (NDB) in der Schweiz "auffällige Personen" identifiziert, die besonders beobachtet wurden. Diese Personen hätten im Internet Breiviks Ideologie gelobt.

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