Armeejet
Schweden wollen vom VBS 330 Millionen Franken mehr für Gripen

Schweden will von der Schweiz offenbar mehr Geld für den Kampfjet Gripen. Sie habenin den letzten Tagen versucht, 330 Millionen Franken draufzuschlagen, 15 Millionen pro Jet. Die Schweiz soll sich mit dieser Summe an der Entwicklung beteiligen.

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Streitobjekt: Das schwedische Kampfflugzeug Gripen.

Streitobjekt: Das schwedische Kampfflugzeug Gripen.

Keystone

Brisantes spielte sich in den letzten Tagen im Verteidigungsministerium VBS ab. Es steckt zurzeit in den Verhandlungen mit der schwedischen Rüstungsbehörde FXM für das Framework-Agreement. Dieses soll die Modalitäten für den Kauf der 22 Gripen im Detail regeln. Dabei verlangte die FXM vom VBS eine Beteiligung an den Entwicklungskosten. Das bestätigen zwei voneinander unabhängige Quellen der Zeitung «Der Sonntag«.

Eine spricht von 330 Millionen Franken, 15 Millionen pro Kampfjet. Damit betrügen die Gesamtkosten 3,46 Milliarden. Die Situation spitzte sich derart zu, dass Verteidigungsminister Ueli Maurer zum Telefonhörer griff und Karin Enström persönlich anrief, seine schwedische Amtskollegin.

Maurer will kein Jota abweichen

Er machte ihr in aller Deutlichkeit klar, dass das VBS «kein Jota» bereit sei, von der kommerziellen Saab-Offerte abzuweichen. Diese geht von einem fixen Kaufpreis von 3,126 Milliarden aus. Gemäss Insidern ist damit die Forderung der Schweden nach einem Beitrag zu den Entwicklungskosten vom Tisch. F

ür Maurer sie zum GAU zu werden. Denn am Dienstag veröffentlicht die Subkommission der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK) ihren Bericht zur Evaluation des Gripen. Darin werden die Entwicklungskosten als eines der zentralen Risiken beurteilt.