Abstimmungskampf

Schutz für Homosexuelle: Jungparteien werben für neue Antirassismusstrafnorm

Heute gilt der Diskriminierungsschutz nur aufgrund der Rasse, Ethnie oder Religion. Neu soll auch die sexuelle Orientierung geschützt werden.

Heute gilt der Diskriminierungsschutz nur aufgrund der Rasse, Ethnie oder Religion. Neu soll auch die sexuelle Orientierung geschützt werden.

In der Schweiz soll die sexuelle Orientierung vor Diskriminierung geschützt werden. Das befürwortet ein breites Jungparteien-Bündnis. Gleiche Rechte müssten endlich durchgesetzt werden, fordern sie.

(rwa) Ein Komitee aus allen Schweizer Jungparteien - mit Ausnahme der JSVP - hat am Dienstag in Bern für die Annahme der erweiterten Antirassismusstrafnorm geworben. «Lesben, Schwule und Bisexuelle werden heute wöchentlich auf unseren Strassen verprügelt und leben in Angst vor Hetze und Gewalt», wird Juso-Präsidentin Ronja Jansen in der gemeinsamen Mitteilung zitiert.

Matthias Müller, Präsident der Jungfreisinnigen, erklärt laut Mitteilung: Jeder Mensch solle seinen Lebensentwurf verwirklichen können. «Für uns sind alle Lebensformen und Lebensgemeinschaften gleich wertvoll.»

Heute umfasst die sogenannte Rassismusstrafnorm lediglich die Diskriminierung aufgrund der Rasse, Ethnie oder Religion. Am 9. Februar 2020 stimmt das Volk über die Erweiterung ab. Wer öffentlich eine Person oder eine Gruppe wegen ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert oder zu Hass aufruft, der soll künftig mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren rechnen müssen. Das Referendum ergriffen haben namentlich die Parteien EDU und JSVP.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1