Bis um ca. 15.30 Uhr war die Fahrzeugkolonne vor dem Südportal des Gotthard-Strassentunnels zwischen Quinto und Airolo etwa fünf Kilometer lang. Das bedeutete für die Reisenden eine Wartezeit von rund einer Stunde - im Vergleich zum Hinreiseverkehr vom Samstag ein bescheidener Wert.

Allerdings rechnete der Verkehrsdienst Viasuisse damit, dass der Stau bis am Abend noch deutlich länger würde. Auf Anfrage hiess es, dass unter anderem das schöne Wetter die Ausflügler dazu verleitete, noch länger im Süden zu bleiben. Zudem sind in Deutschland noch Ferien.

Vor allem wegen des gesperrten San-Bernardino-Tunnels hatte die Blechlawine am Samstag eine maximale Länge von 28 Kilometern erreicht. Damit wurde der Rekord aus dem Jahr 1999 egalisiert. Der San-Bernardino-Tunnel musste gesperrt werden, nachdem am Freitag ein Bus in Brand geraten war. Damit fiel die Route über die A13 als Ausweichstrecke für die Fahrt in den Süden aus.

Der San-Bernardino-Tunnel bleibt bis mindestens am Donnerstag gesperrt. Das sagte Marco Ronchetti vom Bundesamt für Strassen Astra auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Am Dienstagnachmittag will das Astra die Medien wieder informieren - entweder per Medienmitteilung oder direkt vor Ort.

Rekordstau am Gotthard

Rekordstau am Gotthard (19. Mai 2018)

28 Kilometer lang war die Blechlawine am Samstag vor dem Nordportal.

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(sda/NCH)