Wintersport
Rekord-Schnee in Graubünden – Schneemassen legten Skigebiet lahm

Innerhalb von 24 Stunden fielen in gewissen Skigebieten 40 bis 70 cm Neuschnee. Das hat Folgen für die Wintersportler: In Arosa wurden Bergbahnen und Skilifte abgestellt. Erst am Montag dürfte sich das Wetter vorübergehend beruhigen.

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Es schneit und schneit und schneit
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Eingeschneit. Dieser Autofahrer muss lange buddeln, bis er losfahren kann.
Immerhin die Hunde freuen sich über den vielen Neuschnee.
Maran-Gebiet. Auch hier zeigen sich am Sonntagvormittag riesige Neuschnee-Mengen.

Es schneit und schneit und schneit

Patrik Müller

Was für ein Start in die Ski-Saison in Graubünden! Für einmal hat es nicht zuwenig Schnee, nein, fast zu viel! In Arosa beispielsweise standen Skifahrer am Sonntagmorgen vergeblich früh auf: Die Bahnen konnten nicht starten, es lag schlicht zu viel Schnee auf den Pisten, und weil es dauernd weiterschneite, kamen die Pisten-Vorbereitungen nicht genug schnell voran.

Erst gegen Mittag konnten die Bergbahnen den Betrieb wieder aufnehmen, wie eine Sprecherin gegenüber «20 Minuten» sagt. Einzig die Brüggerhornbahn bleibe heute den ganzen Tag geschlossen. Im Skigebiet liegen gemäss Arosa-Website nunmehr 170 cm Schnee.

Über 70 Zentimeter Neuschnee

Auch in Davos schneit und schneit es seit Samstag fast ununterbrochen. Der Wetterdienst Meteocentrale geht von Neuschneemengen zwischen 40 und 70 cm innert 24 bis 36 Stunden aus.

Mit 73 Zentimeter Neuschnee wurde in St. Antönien auf 1510 Meter über Meer der grösste Neuschneewert gemessen. Im nur 940 Meter über Meer gelegenen Pusserein fielen 70 Zentimeter Neuschnee. In Klosters konnten 55 Zentimeter gemessen werden. Aber auch in einzelnen Tälern gab es eine dicke Schneedecke. So fielen in Chur 25 Zentimeter Neuschnee und in Glarus 20 Zentimeter.

Ein Mann bahnt sich im Kanton Tessin den Weg durch die Schneemassen.
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Schnee bis ins Flachland (05.01.2019)
Winter macht Spass.
Ein Kind mit die Schlitten geniesst den neuen Schnee auf dem Gurte
Kinder bauen auf dem Gurten einen Schneemann.
Ein auf dem Kopf stehender Schneemann auf dem Gurten
Eltern geniessen mit ihren Kindern den Neuschnee am Sonntag.
Der Schneefall hüllte das Naturparadies Klingnauer Stausee in eine weisse Schneepracht. Blick vom Kleindöttinger Ufer in Richtung Städtchen Klingnau.
Am Samstag schneite es bis ins Flachland.
Das Schneegestöber verwandelte die Schweiz in eine weisse Landschaft.
Der Rheinfall ist im Winter noch fast schöner als sonst.
Die Salzstreuwagen hatten viel zu tun.
Alles in weiss.
Der Rathaussteg in Luzern.
Mövenfüttern beim Schiffsteg am Bürkliplatz in Zürich.
Ein winterlicher Spaziergang am Rhein gefällt Hund und Frauchen.
Das Bundeshaus wurde auch eingeschneit.
Trotz dem starken Schneefall genossen viele die weisse Landschaft.
Doch es ka auch zu zahlreichen Unfällen auf der Strasse – wie hier im Kanton St. Gallen.
Selbst ein Salzstreuwagen erwischte es. Der Fahrer wurde beim Unfall im aargauischen Hägglingen leicht verletzt.

Ein Mann bahnt sich im Kanton Tessin den Weg durch die Schneemassen.

Keystone

Im Flachland bildete sich zumindest vorübergehend vielerorts eine geschlossene Schneedecke. Keinen Schnee gab es hingegen in den westlichen Landesteilen, im Wallis und im Süden. Laut Meteonews gab es entweder keinen oder kaum Niederschlag oder es war einfach zu mild.

Am Sonntag ist mit weiteren Schneefällen zu rechnen, die besonders in den Ostalpen teilweise kräftig ausfallen können. In tiefen Lagen unterhalb von etwa 600 Metern ist der Schnee aber sehr nass oder es fällt sogar Regen.

Die Lawinengefahr, die in den westlichen und südlichen Alpen mässig ist, ist in den Zentralschweizer Alpen erheblich und vom Glarnerland bis zum Alpstein sowie in Nord- und Mittelbünden mit Stufe 4 von 5 gross. Die weiteren Schneefälle entspannen die prekäre Situation sicherlich nicht.

Wetterberuhigung am Montag

Am Montag wird laut dem Wetterdienst ein Hochdruckgebiet westlich der Schweiz das Wettergeschehen ein wenig beruhigen. Am Dienstag werde aber eine nächste Störung mit einigen Niederschlägen folgen. Die Schneefallgrenze werde zunächst von tiefen Lagen gegen 800 Meter ansteigen, bevor sie in der Nacht auf Mittwoch wieder bis in Flachland absinke. (pmü/sda)