Die Schlussphase wird bei dieser Abstimmung massgebend sein: Eine Umfrage ergab, dass 39 Prozent der Stimmberechtigten noch unentschlossen sind. Nur 12 Prozent erklärten sich mit der Rentenkürzung einverstanden, und 40 Prozent sagten Nein, wie die von den Gewerkschaften veranlasste Sondierung ergab.

Einen Zacken zulegen will der Wirtschaftsdachverband economiesuisse, der zusammen mit den Versicherern an vorderster Front für die Senkung des Umwandlungssatzes bei der zweiten Säule kämpft. Mit weiteren Inseraten, Wurfsendungen, Flyers und mit Veranstaltungen will economiesuisse das Stimmvolk auf seine Linie einschwören.

Auch die Gewerkschaften und die SP wollen diese und kommende Woche nochmals so richtig in die Pedale treten, und zwar mit dem Aushang ihrer "Rentenklau"-Plakate im Grossfromat und mit dem Aufschalten von zusätzlichen Inseraten, wie Hans Hartmann von der Gewerkschaft Unia und SP-Kampagnenchef Peter Lauener sagten. Die SP lässt überdies 100'000 Abstimmungszeitungen nachdrucken.

Nochmals auf die Pauke hauen werden die SP und die Gewerkschaften am 13. und 20. Februar: An diesen beiden Tagen werden zwei gesamtschweizerische Aktionstage durchgeführt, an denen unter anderem auch die Karten zur Berechnung des Rentenverlusts im Falle einer Senkung des Umwandlungssatzes verteilt werden.

Die CVP startet ihre Plakatkampagne zugunsten der Senkung des Umwandlungssatzes am 15. Februar, wie es bei der Partei auf Anfrage hiess. Die FDP beginnt diese Woche mit dem Aushang der Partei-Plakate. Die SVP wird ihr Ja zur Senkung ihrerseits mit einer weiteren Grossauflage der Parteizeitung und mit Inseraten bekräftigen.