Inland/Schweiz

Neueste Umfrage zeigt Trendwende bei der Mietwohnungs-Initiative

Die Wohnungen im  Himmelrich in Luzern werden von einer Genossenschaft vermietet. (Symbolbild)

Die Wohnungen im Himmelrich in Luzern werden von einer Genossenschaft vermietet. (Symbolbild)

Die Zustimmung zur Initiative des Mieterverbands liegt laut einer SRG-Umfrage noch bei 51 Prozent. Bei der Ausweitung der Anti-Rassismus-Strafnorm überwiegen die Befürworter weiterhin klar.

(gb.) SRG legte am Mittwoch die neusten Umfrage-Ergebnisse zu den Abstimmungen vom 9. Februar vor. Die Zustimmung zur Initiative «für mehr bezahlbaren Wohnraum» liegt bei 51 Prozent und hat im Vergleich zur ersten Umfrage im Dezember massiv verloren. Damals lagen die Befürworter bei 66 Prozent.

Hohe und stabile Zustimmungsraten erfährt hingegen das Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung. Dort liegen die Befürworter bei 65 Prozent. Im Vergleich zum Dezember ist die Zustimmung mit 4 Prozentpunkten nur leicht zurückgegangen.

Das Forschungsinstitut gfs.bern, welches die Umfrage für die SRG durchführte, hat 4935 Personen befragt. Der statistische Fehlerbereich liegt bei 2,7 Prozentpunkten.

Umfrage der Tamedia bestätigt Tendenzen

Die dritte Befragungswelle der Tamedia und 20 Minuten deutet ebenfalls auf einen Meinungsumschwung bei der Initiative «für mehr bezahlbare Wohnungen» hin. Vor vier Wochen lag die Zustimmung bei 63 Prozent und vor zwei Wochen bei 60 Prozent. Jetzt liegt sie bei 48 Prozent. Die von den Befragten am häufigsten genannten Argumente gegen die Initiative lauten, dass der Bund nicht in den freien Wohnungsmarkt eingreifen soll, und dass es bereits genügend bezahlbare Wohnungen gebe.

Das Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung erfährt gute und stabile Zustimmungsraten. 69 Prozent wollen ein Ja einlegen. Im Vergleich zur SRG-Umfrage verzeichnet Tamedia aber nicht eine Rückgang der Zustimmungsrate, sondern einen Anstieg um 4 Prozentpunkte.

An der dritten Umfragewelle von Tamedia haben 11'311 Personen teilgenommen. Der Fehlerbereich liegt bei 1,6 Prozentpunkten.

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