Neue Internet-Challenge kann tödlich enden – Jugendliche, Eltern und Ärzte warnen: «Bitte lasst das bleiben!»

Wieder einmal grassieren im Internet Videos eines neuen Wettbewerbs unter dem Titel Skullbreaker-Challenge - Schädelbrecher. Nicht nur der Name erschreckt. Auch die Reaktionen von Jugendlichen, Eltern und Ärzten zeigen: Das ist alles andere als ein harmloses Spiel.

Jürg Krebs
Merken
Drucken
Teilen
Auf Tiktok zeigen Jugendliche das gefährliche Spiel. Dem Jungen werden beim Hüpfen die Beine weggeschlagen, er fällt und schlägt mit dem Hinterkopf auf dem Boden auf.

Auf Tiktok zeigen Jugendliche das gefährliche Spiel. Dem Jungen werden beim Hüpfen die Beine weggeschlagen, er fällt und schlägt mit dem Hinterkopf auf dem Boden auf.

Tiktok

Wir kennen die Ice Bucket Challenge. Menschen, die sich einen Kübel Eiswasser über den Kopf leeren und sich dabei filmen lassen. Ein grosser Spass, zwar nicht jedermanns Sache, aber harmlos. Die neue Challenge aber, die könnte gefährlicher nicht sein: Skullbreaker-Challenge. Zu Deutsch: Schädelbrecher-Wettbewerb.

Auch von diesem werden im Netz Videos geteilt. Hauptsächlich offenbar auf dem Jugendkanal Tiktok. Doch viele Bilder zeigen: Das ist kein Spass mehr.

Doch worum geht es? Drei Jugendliche stellen sich in einer Reihe auf. Der mittlere – meist nicht eingeweiht, was da gleich folgen wird – springt auf, die beiden äusseren schlagen ihm mit den Füssen die Beine weg. Die Folge: Der Jugendliche fällt unweigerlich auf Rücken und Hinterkopf. Mit fatalen Folgen. Offenbar kommts zu Schädelbrüchen. Zumindest eine Hirnerschütterung scheint programmiert.

Gefährliches Spiel ist in der Schweiz angekommen

Das gefährliche Spiel scheint seinen Ursprung in Südamerika haben. Das zumindest legen die vielen Videos von dort nahe. Doch die Challenge ist nun auch in der Schweiz angekommen. In den Sozialen Medien warnen nun Ärzte, Eltern und Jugendliche vor den fatalen Folgen.

Eine Aargauerin erzählt von ihrem Erlebnis: «Ich war mit zwei Schulkameradinnen in der Stadt, als sie mich aufforderten, zu springen. Ich dachte mir nichts dabei und machte es einfach», sagt die 16-Jährige gegenüber 20min.ch.

Auch sie war offenbar ahnungslos: «Hätte ich das vorher gewusst, wäre ich nie hoch gesprungen.» Der Vorfall führte sie ins Spital, wo ihr eine Hirnerschütterung diagnostiziert und Bettruhe verordnet wurde.

Auf Facebook erzählt Valerie Hodson von ihrem Sohn. Er sei auf den Hinterkopf gefallen und habe das Bewusstsein verloren. Beim Aufstehen habe er immer noch damit gekämpft sein Bewusstsein zu halten, sei dann nach vorne umgekippt und aufs Gesicht gefallen. Während seine Kollegen lachten, wurde er ins Spital gebracht. Das Ergebnis zeigen die Fotos von Mutter Hodson: Ein Junge dessen Kopf von Verletzungen gezeichnet ist.

Ärzte warnen: «Bei Stürzen können die schlimmsten Verletzungen auftreten», sagt Adrian Grob, Sprecher des Inselspitals Bern gegenüber 20min.ch.

Notarzt Georg Salloum erklärt die Folgen: Beckenbruch, Wirbelbruche, Genickbruch, Schädelbruch. "Die Challenge kann tödlich enden", erklärt der Wirbelsäulenchirurg vom Helios Klinikum Leipzig über Tiktok. "Bitte lasst es bleiben", bittet Salloum: