Coronakrise

Naturschutzorganisationen fordern: Keine staatliche Unterstützung für Swiss & Co.

Derzeit bleibt die Flotte der Swiss weitgehend am Boden.

Derzeit bleibt die Flotte der Swiss weitgehend am Boden.

In einem offenen Brief an den Bundesrat fordern 46 Bewegungen, Organisationen und Parteien, den Luftverkehr gegenüber anderen Wirtschaftsbereichen nicht zu privilegieren. Eine Kerosinsteuer soll eingeführt werden.

(sku) Rettungsaktionen dürften nicht dazu führen, ein weiteres ungebremstes Wachstum des Flugverkehrs zu fördern. Das teilt die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) am Dienstag in einem offenen Brief an den Bundesrat mit. Stattdessen müsse die Flugbranche auf ein klimaverträgliches Niveau zurückgebaut werden.

Wegen der Coronakrise bleiben die Flugzeuge weitgehend am Boden und Fluggesellschaften wie Swiss und EasyJet bitten um Hilfe durch Steuergelder. Laut der SES geniesse der internationale Flugverkehr im Vergleich zu anderen Sektoren bereits sehr hohe Steuerprivilegien, da er weder Treibstoffsteuer noch Mehrwertsteuer zahle.

Die unterzeichnenden Organisationen wie etwa WWF oder Pro Natura fordern den Bundesrat deshalb dazu auf, dass jegliche staatliche Unterstützung nicht dazu verwendet werden sollte, das Wachstum der Luftfahrt zu fördern, sondern dem Schutz der Arbeitnehmenden und des Klimas zugute kommen sollten. Zudem sollten Emissionsreduktionen direkt im Luftfahrsektor erfolgen und eine Kerosinsteuer eingeführt werden. Des Weiteren sollten Staatsgelder in den Ausbau des internationalen Bahn- und Nachtzugverkehrs investiert werden.

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