Weltcup-Rennen

Nadelöhr auf dem Weg zum Skifest in Adelboden

Wettlauf gegen die Zeit für Adelboden

Wettlauf gegen die Zeit für Adelboden

Um den Weltcup durchzuführen, muss die Strasse schnellstmöglich wieder instand gesetzt werden.

Die Weltcup-Skirennen in Adelboden vom Wochenende finden statt. Die nach einem Erdrutsch gesperrte Kantonsstrasse von Frutigen nach Adelboden wird am Samstag ab 6.00 Uhr für den Verkehr geöffnet. Bei der Abbruchstelle kommt es zu einem Nadelöhr.

So wird die Kantonsstrasse am abgerutschten Hang auf einer Länge von zirka 150 Metern nur einspurig befahrbar sein, teilten die Behörden am Freitagabend mit. Den Besuchern der Skirennen wird empfohlen, beim Flugplatz Reichenbach im Kandertal in Shuttle-Busse umzusteigen.

In Adelboden finden am Wochenende die traditionsreichen Weltcuprennen am "Chuenisbärgli" statt. Bis zu 40'000 Schaulustige werden zum Riesenslalom vom Samstag und dem Slalom vom Sonntag erwartet.

Am Donnerstagabend hatte ein Erdrutsch südlich des Lintertunnels die Kantonsstrasse Frutigen-Adelboden schwer beschädigt und auf einer Länge von 10 bis 15 Metern unpassierbar gemacht. Am Freitagmorgen fand ein Augenschein mit Geologen und dem kantonalen Strasseninspektor statt.

Luftbilder vom Murgang auf die Strasse nach Adelboden

Luftbilder vom Murgang auf die Strasse nach Adelboden

Der Murgang auf der Kantonsstrasse von Frutigen nach Adelboden hat für einige Bauarbeiter eine strenge Nachtschicht zur Folge. Das Weltcup-Skifest soll ja trotzdem wie geplant stattfinden können. Eine Notbrücke soll die Zufahrt am dem frühen Samstagmorgen sichern. Eine Drohnenkamera zeigt das Ausmass des Ereignisses aus der Luftperspektive.

Die Abklärungen vor Ort ergaben, dass die Strasse einseitig befahrbar gemacht werden kann. Seither sind Bagger am Werk, um den Abschnitt zumindest für eine Fahrspur zu sichern. Bis am frühen Samstagmorgen bleibt die Kantonsstrasse deshalb für jeglichen Verkehr gesperrt.

Für Notfälle wurde bereits am Freitag die alte Adelbodenstrasse zunächst "kontrolliert" geöffnet. Über diese kleine Bergstrasse gelangte auch ein Teil der Athleten nach Adelboden, soweit sie nicht Helikopter nutzten. Weil sich die Lawinensituation entspannt hat, wird die alte Strasse am Samstag ohne Einschränkungen freigegeben.

Adelbodner Weltcuprennen sollen dank Notbrücke gerettet werden

Adelbodner Weltcuprennen sollen dank Notbrücke gerettet werden

Die Bauarbeiter haben eine lange Nacht vor sich. Mit Hilfe einer Notbrücke soll die Kantonsstrasse zwischen Frutigen und Adelboden bis Samstagmorgen 6 Uhr wieder einspurig passierbar sein. Durch die einspurige Strassenführung wird es aber wohl zu Staus kommen.Zu den beiden Weltcup-Rennen werden rund 40 000 Besucher erwartet.

Noch 100 BKW-Kunden ohne Strom

Zwei Tage nach dem Durchzug des Wintersturms "Burglind" sind immer noch zahlreiche Stromleitungen beschädigt. Trotzdem habe sich die Lage in einem grossen Teil des Versorgungsgebietes normalisiert, teilte die BKW mit. Bis am Freitagabend sollen die Zahl der Haushalte ohne Strom auf unter 100 reduziert werden.

Betroffen ist vor allem das Emmental. Dort sind derzeit noch über 50 Netzspezialisten im Einsatz. Im Verlauf des Wochenendes sollen alle Kunden wieder mit Strom versorgt werden können, schreibt die BKW. Parallel dazu sei in anderen Regionen, wo viele Kunden nur provisorisch versorgt sind, mit der Reparatur der beschädigten Leitungen begonnen worden.

Die Reparaturarbeiten würden mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Trotz den Bemühungen zur Instandhaltung und ständigen Investitionen liessen sich Störungen im Netz durch Naturereignisse nicht vollumfänglich vermeiden, schreiben die Stromversorger BKW, AEK, onyx und La Goule.

Berner Dählhölzli bis Dienstag gesperrt

Auch im sturmgeschädigten Berner Tierpark Dählhölzli war am Freitag das grosse Aufräumen im Gang. Weil nach wie vor Bäume umzustürzen drohen, bleibt die Anlage aus Sicherheitsgründen bis nächsten Dienstag gesperrt.

Für das Tierpark-Team wie auch für den Forstdienst der Berner Burgergemeinde heisse es derzeit "sägen, schleppen, wegräumen und anpacken", teilte der Tierpark mit. Oberste Priorität habe die Reparatur der Zaunanlagen bei den Wölfen, Bären und Wisenten.

Insgesamt fielen auf dem Dählhölzli-Areal 50 Bäume dem Sturm zum Opfer. Die Schadenssumme beläuft sich auf 250'000 Franken. Der Tierpark hat für den Wiederaufbau einen Spendenaufruf erlassen.

Der Dählhölzliwald wird zum Hindernisparcours

Der Dählhölzliwald wird zum Hindernisparcours

"Es sieht aus, wie wenn ein Krieg der Bäume stattgefunden hätte", sagt eine Passantin, die mit ihrem Hund am Freitag im Berner Dählhölzli spazieren geht. Der Sturm Burglind hat einen grossen Teil der Bäume in Mitleidenschaft gezogen. Die Waldwege sind für Spaziergänger, Hundebesitzer und Jogger der reinste Hindernisparcous. Schilder warnen allerdings vor dem Betreten. Auch im Gehege der Hirsche, Rehe und Wisente sind viele Bäume entwurzelt. Der Pegelstand der Aare ist sehr hoch.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1