Krawall

Nach Krawall in Bern: Polizist aus Spital entlassen, aber arbeitsunfähig

Eine Sprayerei als Überbleibsel von der «Tanz dich frei»-Demo am Samstag-Abend. KEYSTONE/Peter Klaunzer

Eine Sprayerei als Überbleibsel von der «Tanz dich frei»-Demo am Samstag-Abend. KEYSTONE/Peter Klaunzer

Nach der Krawallnacht in Bern sind auf der Hotline der Kantonspolizei erste Hinweise eingegangen, die bei der Aufklärung der Taten hilfreich sein könnten. Einige der Anrufer boten auch privates Video- und Bildmaterial an.

Die Hotline ist seit Montagnachmittag in Betrieb. Die Polizei sucht Personen, die Angaben zur Identität der Randalierer machen können. Die Hotline wurde aber auch für Geschäfts- und Ladenbesitzer eingerichtet, die Schäden melden möchten. Die Berner Stadtregierung hatte die Bevölkerung zur Unterstützung der Polizeiarbeit ermuntert.

Der Mitarbeiter der Transportpolizei, der wegen Gesichtsverletzungen hospitalisiert werden musste, konnte das Spital am Montag wieder verlassen. Der Mann sei bis auf weiteres arbeitsunfähig, sagte die Polizeisprecherin. Er benötige weiterhin ärztliche Behandlung.

Bei den Krawallen waren insgesamt 50 Personen verletzt worden, darunter 20 Mitarbeiter der Kantonspolizei - die meisten durch Steinwürfe.

Der Sachschaden beläuft sich nach bisherigen Polizeischätzungen auf mehrere hunderttausend Franken. Für viel Geld repariert werden muss unter anderem der Baldachin über dem Bahnhofsplatz, wie am Dienstag bekannt wurde. Sieben Glasplatten wurden beschädigt, die Schadenssumme beträgt rund 100'000 Franken.

Die kaputten Platten werden einstweilen durch Metallplatten ersetzt. Denn die Glasplatten sind Spezialanfertigungen, die erst noch hergestellt werden müssen. Die zuständigen Stadtbauten Bern reichten - wie zuvor der Bund sowie private Hausbesitzer und Ladeneigentümer - Anzeige gegen Unbekannt ein. (sda)

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