Kampagne

Muslimische Gemeinschaft streut 1,5 Millionen Flyer für den Religions-Frieden

Die 1963 erbaute Mahmud Moschee in Zuerich mit einem kleinen Minarett, aufgenommen am Sonntag, 26. Juli 2009 in Zuerich.

Die 1963 erbaute Mahmud Moschee in Zuerich mit einem kleinen Minarett, aufgenommen am Sonntag, 26. Juli 2009 in Zuerich.

Eine der grössten muslimischen Gemeinden der Schweiz hat im Rahmen ihrer Friedenskampagne rund 1,5 Millionen Flyer mit dem Spruch «Muslime für den Frieden» an Schweizer Haushalte verschickt - ein Kontrapunkt zur gehässigen Diskussion.

Hinter dem Flyer-Versand steckt die muslimische Religionsgemeinschaft «Ahmadiyaa Muslim Jamaat», die unter anderem die erste Schweizer Moschee führt, jene in Zürich Balgrist. Mehr als eine Million Schweizer Haushalte haben in den letzten Tagen einen Flyer mit dem Spruch «Muslime für den Frieden» in ihren Briefkästen gefunden.

Die Gemeinschaft, die zu einer der grössten der Schweiz zählt, versteht sich selbst als Reformgemeinschaft des Islams. Mit dem Flyer will sie sich klar von religiöser Gewalt distanzieren und über den Islam aufklären.

«Diejenigen, die sich selber Muslime nennen, aber versuchen, den Islam mit Gewalt zu verbreiten, sind sich seiner ihm innewohnenden Schönheit gar nicht bewusst», heisst es etwa. Oder: «Ein wahrer Muslim verhält sich aufrichtig und gehorsam gegenüber der Regierung unter deren schützendem Schatten er in Frieden lebt.» Dies gelte auch, wenn diese Regierung einen anderen Glauben habe.

Die Religionsgemeinschaft «Ahmadiyaa Muslim Jamaat» sorgte bereits 2014 mit einer ähnlichen Aktion für Aufsehen. Unter dem Motto «Liebe für Alle, Hass für Keinen» klärte die Gemeinschaft mit einer Tramplakat-Aktion in Zürich über den Islam auf. 

Die Aktion ist auch ein Kontrapunkt zur von Vorurteilen und Unwissen geprägten Diskussion in der Schweiz, wo der Islam häufig als gewalttätige Religion angesehen wird.

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