Christoph Mörgeli
Michael Hermann: «Christoph Mörgeli drängt sich ins Abseits»

Christoph Mörgeli auf allen Kanälen - nützt das dem Politiker oder schadet es ihm? Wie kommt das bei den Wählern an? Politexperte Michael Hermann kennt die Auswirkungen. Der SVP-Nationalrat dränge sich in Abseits, so der Experte.

Sabina Galbiati
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Nationalrat Christoph Mörgeli macht nach dem veröffentlichten "Rundschau"-Beitrag über die "abgetippten" Dissertationen mehr Schlagzeilen als einige Bundesräte in ihren besten Zeiten.

Auch wenn negative Publicity oft genauso hilfreich ist wie die beste Werbung, im Fall Mörgeli scheint der Bogen definitiv überspannt zu sein. Zwar hätte er in den vergangenen Tagen Rückenwind genossen, weil die "Rundschau" für den Beitrag heftig kritisiert wurde, "aber er macht das alles wieder zu Nichte, weil er so fest reinhaut," sagt Polit-Geograph Michael Hermann.

Mörgeli mache Aussagen, die er noch nicht belegen kann und dränge sich damit selbst ins Abseits, sagt Hermann.

Zu stark auf dem Egotrip

Wären Wahlen am kommenden Wochenende, so könnte er die SVP-Partei-Basis nicht mehr geschlossen hinter sich vereinen, weil er zu sehr persönliche Politik betreibt, statt sich auf die Anliegen der Partei zu konzentrieren, führt Herman aus.

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