Der lederne Halbstiefel wurde bei Arbeiten für die Sanierung der Kanalisation von Saint-Ursanne gefunden, die 2016 in Angriff genommen worden war, wie aus einer Mitteilung des Kantons Jura vom Donnerstag hervorgeht.

Die Fundstelle habe sich in einer feuchten Zone einer alten Mündung des Doubs befunden, einem Ort, der für die gute Konservierung von organischen Elementen bekannt sei, heisst es weiter.

Insgesamt seien bisher über 100 Fragmente aus Leder unter der Pflästerung der Altstadt von Saint-Ursanne gefunden worden. Darunter befand sich auch der Halbstiefel, der aus Ziegenleder (oberer Teil) und Rindsleder (Sohle) hergestellt worden war. Das Schuhwerk war zudem mit Lederknöpfen ausgestattet.

Diese Art sei für die Zeit des 14. Jahrhhunderts bekannt, aber selten konserviert, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Stiefel dürfte von einem Kind im Alter von etwa zwölf Jahren getragen worden sein. Er ist mit einem Blättermotiv sowie geometrischen Elementen verziert.

Bisher sind europaweit erst fünf vergleichbare Funde bekannt, drei davon aus London und zwei aus den Niederlanden.