Schweiz

Kanton St. Gallen nimmt Nachtleben ins Visier und gibt Entwarnung für Sportanlässe

Der Regierungsrat sieht derzeit keinen Grund, den FC St. Gallen wieder vor leeren Rängen spielen zu lassen. (Archivbild)

Der Regierungsrat sieht derzeit keinen Grund, den FC St. Gallen wieder vor leeren Rängen spielen zu lassen. (Archivbild)

Das Contact Tracing habe gezeigt, dass sich viele Personen in Clubs mit dem Coronavirus infiziert hätten, nicht aber bei Grossveranstaltungen: Die Kantonsregierung lässt deshalb weiterhin Spiele mit Zuschauern zu.

(wap) Der St. Galler Regierungsrat präsentierte am Dienstag, wie er auf den starken Anstieg positiver Coronatests in der Ostschweiz reagieren will. Im Fokus der Bemühungen steht dabei weiterhin das Nachtleben, wie einer Medienmitteilung zu entnehmen ist: «Daten aus dem Contact Tracing zeigen, dass sich viele Personen in Clubs anstecken», heisst es dort. Die Regierung hält deshalb an dem am Freitag verhängten Tanzverbot fest.

Keine zusätzlichen Einschränkungen gibt es dagegen für Grossveranstaltungen. Im Kanton St. Gallen hätten sich bislang keine Personen an einer Grossveranstaltung mit dem Coronavirus angesteckt, argumentiert die Regierung. Als Grossveranstaltungen gelten im Kanton nur die Spiele des FC St. Gallen und jene der Rapperswil-Jona Lakers. Dabei würden strenge Schutzkonzepte gelten.

Zusätzliche Unterstützung für die Kultur

Für den von der Krise arg getroffenen Kulturbereich sieht der Kanton weitere Unterstützung vor. Das Amt für Kultur nehme weiterhin Gesuche für Finanzhilfen an Kulturunternehmen entgegen, heisst es weiter. Ein im Frühling gesprochener Kredit von 22,8 Millionen Franken stehe damit weiterhin zur Verfügung. Neuerdings sollen auch Beiträge an Transformationsprojekte bezahlt werden. So soll Kulturunternehmen eine Anpassung an die veränderten Verhältnisse ermöglicht werden. Die St. Galler Kulturszene hatte am Montag wegen des Tanzverbots dringende Unterstützung verlangt.

Im Kanton St. Gallen befinden sich nach aktuellen Angaben des Kantons derzeit 55 Männer und Frauen mit einer Coronainfektion im Spital, alle sind über 70 Jahre alt.

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