Budget 2020

Kanton Jura rechnet für 2020 mit leicht tieferem Defizit

Der Jura rechnet mit tieferem Defizit für 2020. (Symbolbild)

Der Jura rechnet mit tieferem Defizit für 2020. (Symbolbild)

Der Kanton Jura rechnet weiterhin mit roten Zahlen. Gegenüber dem laufenden Jahr soll das Defizit 2020 jedoch um 350'000 Franken auf 3,15 Millionen Franken sinken. 967 Millionen Franken Ausgaben stehen budgetierte Einnahmen von 963 Millionen gegenüber.

Der am Donnerstag veröffentlichte Voranschlag 2020 sieht vor, dass die Einnahmen leicht stärker ansteigen als die Ausgaben. So soll der Aufwand gegenüber dem Budget 2019 um 1,4 Prozent auf 966,5 Millionen Franken zunehmen, derweil beim Ertrag mit einem Anstieg um 1,5 Prozent auf 963,4 Millionen Franken gerechnet wird. Die Nettoinvestitionen sind auf rund 35 Millionen Franken veranschlagt. Davon entfallen rund 10 Millionen Franken auf den Strassenunterhalt. 3 Millionen sind zudem für das neue Theater des Kantons Jura vorgesehen.

Seine Investitionen kann der Kanton Jura nicht vollständig selbst finanzieren. Der Selbstfinanzierungsgrad wird mit 81 Prozent veranschlagt. Das ergibt einen Finanzierungsfehlbetrag von 6,7 Millionen Franken. Bei der Brutto-Verschuldung geht das Budget des Kantons Jura für das kommende Jahr von einem Anstieg um 10 Millionen auf 390 Millionen Franken aus. Dennoch soll der Zinsaufwand um 300'000 Franken auf 5,9 Millionen Franken sinken.

Das Budget 2020 des Kantons Jura ist mit einer zusätzlichen Unsicherheit behaftet: Am 20. Oktober stimmt der jurassische Souverän darüber ab, ob zum inzwischen dritten Mal eine Tranche der 2004 beschlossenen Steuersenkung um ein Jahr vertagt werden soll.

Das Kantonsparlament hatte im Dezember 2018 einen entsprechenden Antrag der Regierung gutgeheissen. Dagegen ergriff die SVP das Referendum. Würde dieses angenommen, entgingen der Staatskasse 2 Millionen Franken.

Die Regierung wollte auf die Steuersenkung aus finanziellen Gründen verzichten. Denn letztmals hat der Kanton Jura 2015 schwarze Zahlen geschrieben. 2018 betrug das Defizit 1,3 Millionen Franken. Und für die kommenden Jahre zeichnen sich markant steigende Fehlbeträge ab.

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