Reformator Martin Luther soll 1517 seine 95 Thesen an die Schlossskirche in Wittenberg genagelt haben. 501 Jahre später hat sich Juso-Präsidentin Tamara Funiciello derselben Idee bedient. Sie nagelte am Donnerstag Forderungen für mehr Gleichstellung ans Bundeshaus. Lohngleichheit, Anerkennung unbezahlter Arbeit und ein Ende der Gewalt gegen Frauen wird auf dem Manifest gefordert. Bundesrätin Simonetta Sommaruga wohnte der Aktion bei.

Zusammen läuteten SP und Juso das "Frauenjahr" ein. Die Sozialdemokraten und die Jungpartei wollen für mehr Gleichstellung kämpfen. "Wir wollen Nägel mit Köpfen machen. Ihr habt ein Jahr Zeit, diese Forderungen umzusetzen, oder wir sehen uns wieder hier", sagt Funiciello zu "blick.ch". (mwa)