EU
Initiative will Einwanderung begrenzen

Der Verein Ecopop will die Zuwanderung in die Schweiz auf 0,2 Prozent pro Jahr begrenzen. Er hat gestern eine entsprechende Volksinitiative eingereicht. Die Verbände jedoch sind dagegen.

Stefan Schmid
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Die Schweiz bleibt als Einwanderungsland attraktiv

Die Schweiz bleibt als Einwanderungsland attraktiv

Keystone

Das Ziel der Initianten ist es, den ökologischen Ressourcenverschleiss zu stoppen.

Munition liefern ihnen zum einen die jüngsten Zuwanderungszahlen. In den vergangenen 12 Monaten sind netto wiederum fast 80000 Menschen – hauptsächlich aus EU-Staaten – in die Schweiz eingewandert. Zum andern zeigt eine Studie des wirtschaftsnahen Think-Tanks Avenir Suisse detailliert auf, wie bereits dicht besiedelte Gebiete der Schweiz – wie zum Beispiel die Genferseeregion – bis 2040 zu einer grossen Agglomeration zusammenwachsen.

Gefährdung der Bilateralen?

Doch so brisant das Thema ist: Die Initianten haben bisher weder bei grossen Parteien noch Verbänden Unterstützung gefunden. Gestern warnten Economiesuisse, der Arbeitgeber- und der Gewerbeverband eindringlich vor den negativen Auswirkungen im Falle einer Annahme der Initiative. Die Verbände betonen, ein Zuwanderungsverbot gefährde direkt die bilateralen Verträge mit der EU und damit den Wohlstand der Schweiz.

Bereits im Februar hat die SVP ihre Initiative gegen Masseneinwanderung eingereicht. Auch sie verlangt eine Begrenzung der Zuwanderung.

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