Coronakrise

Immer weniger Ansteckungen: Armee zieht 400 Einsatzkräfte aus Spitälern zurück

Brigadier Raynold Droz informierte am Montag über die teilweise Rückmobilisierung der Armee.

Brigadier Raynold Droz informierte am Montag über die teilweise Rückmobilisierung der Armee.

204 neue Fälle wurden dem BAG seit gestern Sonntag gemeldet. Die Zahl an Neuansteckungen ist damit weiterhin rückläufig. Die Armee schickt erste Angehörige nach Hause.

(gb.) Während die Zahlen als Corona-Infektionen weltweit rasant zunehmen, ist in der Schweiz erneut eine leichte Abnahme von neuen Fällen zu verzeichnet. Wie Patrick Mathys vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Montag an einer Medienkonferenz in Bern erklärte, sind seit Sonntag 204 neue Fälle gemeldet worden. Somit steigt das Total an bestätigten Fällen auf 27'944. Aktuell befinden sich 260 Patientinnen und Patienten mit Covid-19 auf Intensivstationen. 1401 Personen sind seit Ausbruch der Krise am Virus gestorben.

Aufgrund der sinkenden Fallzahlen ist die Armee zurzeit daran, Sanitäter aus den Spitälern abzuziehen. Von den 3800 Armeeangehörigen im Einsatz würden rund 300 bis 400 nun nach Hause geschickt, sagte Brigadier Raynold Droz. «Sie müssen aber innert 24 Stunden wieder einsatzbereit sein, sollte sich die Situation wieder ändern.» Die Zahl von Armeeangehörigen, die positiv auf das Virus getestet wurden oder sich in Quarantäne befinden würden, nimmt laut Droz ebenfalls ab.

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Raynald Droz teilte an der heutigen Pressekonferenz mit, dass zurzeit zu viele Soldaten an der Front im Einsatz sind. Weswegen eine Demobilisierung zur Diskussion steht.

Antikörper-Tests haben kleinen Nutzen

Vor den Medien äusserte sich BAG-Experte Mathys auch zu den Antikörpertests, die schon in einigen Arztpraxen angeboten werden oder auch online gekauft werden können. Mathys beurteilt deren Nutzen aber als gering. Die Tests könnten keine Immunität nachweisen. «Solange sie nicht validiert werden, ist die Aussagekraft beschränkt», betonte Mathys. Der Bund plane, selber serologische Tests durchzuführen. «Auf individueller Ebene machen sie aber wenig Sinn». Die Tests könnten gar eine falsche Sicherheit schaffen, wenn sich die Leute danach nicht mehr an die Schutzmassnahmen halten.

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