Mercosur

Im Mercosur sollen örtliche Devisen den Dollar im Handel ablösen

Mercosur: Handel in Lokalwährung

Mercosur: Handel in Lokalwährung

Die Mitglieder der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur wollen die Waren im Handel untereinander nicht mehr mit dem US-Dollar bezahlen. Der Staatenbund beschloss, die bislang vorherrschende US-Währung durch örtliche Devisen abzulösen.

Dies sagte der paraguayische Vize-Aussenminister Oscar Rodríguez der Nachrichtenagentur AFP im Rahmen des Mercosur-Gipfels in Paraguay. Argentinien und Brasilien hatten den entsprechenden Schritt bereits im vergangenen Jahr vollzogen.

Paraguay und Uruguay werden sich nach Angaben ihrer Aussenministerien dem neuen System Ende 2010 anschliessen. Die Zentralbanken beider Länder müssen demnach zuvor noch technische Einzelheiten klären.

Hauptthemen des bis Freitag dauernden Gipfeltreffens in der paraguayischen Hauptstadt Asunción sind ausser der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise und ihrer Auswirkungen auf Südamerika die Staatskrise in Honduras sowie die Schweinegrippe.

Der Mercosur wurde 1991 von Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay mit dem Ziel gegründet, einen gemeinsamen Wirtschaftsraum zu schaffen. Venezuela hat 2006 ein Mitgliedschaftsabkommen unterzeichnet, das allerdings noch nicht ratifiziert ist. Assoziierte Länder sind Bolivien, Chile, Ecuador und Kolumbien.

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