Chronologie
Hochwald, Dürrenäsch, Würenlingen: Das sind die schlimmsten Flugzeugkatastrophen der Schweizer Geschichte

Am Samstag stürzte eine Ju-52 bei Flims GR ab. Alle 20 Menschen an Bord kamen ums Leben. Nachfolgend eine Chronologie der schwersten zivilen Flugzeugunglücke in der Schweiz in den vergangenen 70 Jahren.

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16. April 1950: Absturz einer Maschine der World Air Carriers des Typs H.P.Halifax im Hohgantgebiet: 6 Tote.

Handley Page Halifax C.VIII G-AKEC.

Handley Page Halifax C.VIII G-AKEC.

Wikipedia/RuthAS

24. November 1951: Absturz einer El-Al-Maschine (Israel) des Typs DC-4 in Kloten ZH: 4 Tote.

19. Dezember 1953: Absturz einer Sabena-Maschine (Belgien) des Typs CV-240 in Kloten ZH: 2 Tote.

Eine Convair des Typs CV-240.

Eine Convair des Typs CV-240.

Wikipedia/Ruud Leeuw

24. November 1956: Absturz einer CSA-Maschine (Tschechoslowakei) des Typs Ilyushin 12 bei Wasterkingen ZH: 23 Tote.

18. Juni 1957: Absturz einer Swissair-Maschine des Typs DC-3 in den Bodensee anlässlich eines Trainingsfluges: 9 Tote.

Eine historische DC-3 in den Farben der Swissair flog am Donnerstag, 29. April 2004 übers Zürcher Oberland.

Eine historische DC-3 in den Farben der Swissair flog am Donnerstag, 29. April 2004 übers Zürcher Oberland.

Keystone

4. September 1963: Absturz einer Swissair-Maschine des Typs Caravelle bei Dürrenäsch AG (Feuer an Bord): 80 Tote.

50 Jahre nach dem Unglück in Dürrenäsch haben wir mit fünf Zeitzeugen gesprochen, die den Flugzeugabsturz hautnah erlebt haben. Hier gehts zu den Portraits.

Rettungsmannschaften an der Unglückstelle in der Gemeinde Duerrenaesch im September 1963
15 Bilder
Teile der Swissair Caravelle
Swissairpersonal im Trauerzug von Humlikon zum Trauergottesdienst in Andelfingen mit den sterblichen Überresten der Opfer des Flugzeugunglücks vom 4. September.
Die Unglücksstelle wird umgegraben
Rettungsmannschaften an der Unglueckstelle unweit der Ortstafel
Rettungsmannschaften an der Unglueckstelle bei Dürrenäsch
Die Unglückstelle in Dürrenäsch
Rettungsmannschaften an der Unglueckstelle bei Dürrenaesch im September 1963.
Journalisten und Fotografen an der Unglueckstelle in Dürrenäsch
Die Trauerfeier in Humlikon mit den aufgefundenen sterblichen Überresten der Opfer des Flugzeugunglücks.
Die Absturzstelle in Dürrenäsch aus der Luft gesehen
Die Caravelle HB-ICV Schaffhausen der Swissair stuerzte am 4. September ab.
Die Swissair Caravelle hatte sich richtiggehend in die Erde gebohrt
Der Krater an der Unglückstelle
Blumen an der Gedenkfeier in Dürrenäsch für die Opfer der Flugzeugkatastrophe vom 4. September.

Rettungsmannschaften an der Unglückstelle in der Gemeinde Duerrenaesch im September 1963

Keystone

10. Februar 1967: Absturz einer Swissair-Maschine des Typs CV-440 anlässlich eines Trainingsfluges auf den Lägern ZH: 4 Tote.

Eine Swissair-Maschine des Typs CV-440

Eine Swissair-Maschine des Typs CV-440

Wikipedia/Christian Volpati

21. Februar 1970: Absturz einer Swissair-Maschine des Typs CV-990 bei Würenlingen AG (Bombenexplosion): 47 Tote.

Fast 50 Jahre nach dem Flugzeugabsturz prüft die Bundesanwaltschaft nun, ob der Fall neu untersucht werden soll. Alle Artikel zur Katastrophe von Würenlingen lesen Sie hier.

Am 21. Februar 1970 explodierte - kurz nach dem Start - im Frachtraum eine Bombe. Sie war von palästinensischen Terroristen gelegt worden.
18 Bilder
Nach der Bombenexplosion im Frachtraum stürzte die Coronado der Swissair ab.
Trümmerteile liegen nach dem Absturz verstreut im Wald von Würenlingen, ganz in der Nàhe des Paul-Scherrer-Instituts (PSI) und des AKW Beznau.
Den ersten Helfern zeigt sich ein Bild des Grauens: Trümmer- und Leichenteile liegen verstreut im Wald.
Die Unglücksmaschine: Die Convair-990 Coronado HB-ICD der Swissair.
Passanten sehen sich die Trümmer des Flugzeuges an.
Der Swissair-Captain versuchte nach der Detonation zum Flughafen Kloten zurückzufliegen. Doch Rauch im Cockpit verunmöglichte die Sicht.
Die 38 Passagiere und die 9 Besatzungsmitglieder kamen bei dem Absturz ums Leben.
Pressekonferenz der Eidgenössischen Flugunfall-Kommission: Dr. Jakob Meier vom Wissenschaftlichen Dienst der Zürcher Stadtpolizei zeigt das grösste Trümmerteil. Dr. Jakob Meier vom Wissenschaftlichen Dienst der Zürcher Stadtpolizei zeigt das grösste Trümmerteil.
Die Trümmer der Maschine.
Ehrenzermonie nach der Ankunft der Körper der israelischen Opfer auf dem Flughafen Lod inahe Tel Aviv am 6. März 1970.
Die Trümmer der Maschine.
Links ein neuer, rechts der in den Trümmern gefundene, zerstörrte Höhenmesser, der die Explosion im Frachtraum auslöste.
Ein Wegweiser führt in Würenlingen zum Denkmal bei der Absturzstelle im Wald.
In der Tonhalle in Zürich fand am 26. Februar 1970 eine Trauerfeier statt.
Die Bundesräte Roger Bonvin (links) und Ernst Brugger (rechts) bei der Trauerfeier in der Tonhalle in Zürich.
Bei Würenlingen wird am 7. März 1971 an der Absturzstelle eine Gedenkstätte eingeweiht.
Die Gedenkfeier am 18. Februar 1990 beim Denkmal auf der Absturzstelle.

Am 21. Februar 1970 explodierte - kurz nach dem Start - im Frachtraum eine Bombe. Sie war von palästinensischen Terroristen gelegt worden.

Keystone

6. März 1970: Absturz einer Bavaria-Maschine des Typs Jetstream bei Samedan GR : 11 Tote.

18. Januar 1971: Absturz einer Bulair-Maschine (Bulgarien) des Typs Ilyushin 18 bei Kloten ZH: 45 Tote.

Eine Ilyushin 18 aufgenommen in Erfurt.

Eine Ilyushin 18 aufgenommen in Erfurt.

wikimedia/bundesarchiv, bild 183-m0702-0024 / cc-by-sa 3.0

10. April 1973: Absturz einer Invicta-Maschine des Typ Vanguard bei Hochwald SO (Kollision mit Gelände): 108 Tote.

Der frisch gefallene Schnee erschwert die Bergungsarbeiten.
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Am Tag des Unglücks herrschte Nebel, Schneetreiben und starker Wind.
So berichteten die Zeitungen über den Flugzeugabsturz in Hochwald.

Der frisch gefallene Schnee erschwert die Bergungsarbeiten.

Keystone

23. Februar 1989: Absturz eines Turbocommander der Rheintalflug in den Bodensee: 9 Tote.

Der Absturz einer Aero Commander 690D ist bis heute ungeklärt.
3 Bilder
Das Flugzeug stürzte über dem Bodensee bei Rorschach ab.
Elf Personen kamen ums Leben, darunter auch der damalige österreichische Sozialminister Alfred Dallinger.

Der Absturz einer Aero Commander 690D ist bis heute ungeklärt.

Keystone

14. November 1990: Absturz einer Alitalia-Maschine des Typs DC-9 am Stadlerberg (Kollision mit Gelände): 46 Tote.

Die Maschine verunglückte beim Landeanflug auf den Flughafen Zürich.
5 Bilder
Alle 46 Personen an Bord kamen ums Leben.
Zum Zeitpunkt des Unfalls war die Maschine etwa 16 Jahre alt.
Das ILS-Kreuzzeigerinstrument das Kapitäns war defekt, die Maschine lag 300 Höhenmeter zu tief, als angezeigt wurde.
Im Wald erinnern heute ein Gedenkstein und ein Holzkreuz an die Todesopfer.

Die Maschine verunglückte beim Landeanflug auf den Flughafen Zürich.

Keystone

10. Januar 2000: Absturz eines Saab-Cityliner-Passagierflugzeugs der Crossair in Niederhasli ZH kurz nach dem Start nach Dresden: 10 Tote.

24. November 2001: Absturz eines Crossair Jumbolino bei Bassersdorf ZH: 24 Tote, 9 Überlebende.

Crossair-Absturz bei Bassersdorf Der 24. November 2001 war ein schwarzer Tag für die Schweizer Luftfahrt: Trümmer der Crossair -Maschine.
6 Bilder
Crossair-Absturz bei Bassersdorf
Ohne Titel 28 Passagiere und 5 Besatzungsmitglieder sassen in der von Berlin her kommenden Unglücksmaschine. Nur neun Personen überlebten den Aufprall.
Die Maschine stürzte in Folge eines zu tiefen Landeanflugs auf Kloten ab.
Ohne Titel Der ehemalige CEO der Crossair Andre Dose kommt ins Gemeindehaus von Bellinzona, wo heute der Prozess gegen ihn und 3 weitere Angeklagte beginnt, beim Absturz eines Crossair Jumbolino bei Bassersdorf im Jahr 2001 starben 24 Menschen, neun weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. © Valeriano Di Domenico/EQ Images
Ohne Titel Crossair Gruender Moritz Suter kommt ins Gemeindehaus von Bellinzona, wo heute der Prozess gegen ihn und 3 weitere Angeklagte beginnt, beim Absturz eines Crossair Jumbolino bei Bassersdorf im Jahr 2001 starben 24 Menschen, neun weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. © Valeriano Di Domenico/EQ Images

Crossair-Absturz bei Bassersdorf Der 24. November 2001 war ein schwarzer Tag für die Schweizer Luftfahrt: Trümmer der Crossair -Maschine.

pbg

1. Juli 2002: Kollision einer Tupolew-Passagiermaschine der Bashkirian Airlines und einer Boeing 757 des Paketdienstleisters DHL über Überlingen D: 71 Tote, darunter 45 Kinder. Das Unglück führt zu massiver Kritik an der für diesen Luftraum zuständigen Schweizer Flugüberwachung Skyguide.

Beim Crash starben 45 Kinder. Etwa 130 Verwandte wurden nach Deutschland geflogen, wo ihre Angehörigen starben.

Beim Crash starben 45 Kinder. Etwa 130 Verwandte wurden nach Deutschland geflogen, wo ihre Angehörigen starben.

Keystone

(sda/sam)