Zwei weitere Personen wurden bei dem Vorfall kurz vor 16.30 Uhr verletzt, wie die Zuger Strafverfolgungsbehörden mitteilten. Sie befinden sich nicht in Lebensgefahr. Die Gruppe nahm an einem Firmenfest teil.

Eine der verunglückten Personen verstarb noch auf der Unfallstelle. Die Rettungsflugwacht Rega brachte die zweite Person ins Spital, in dem sie ihren schweren Verletzungen erlag.

Ein starkes Gewitter entlud sich am späteren Nachmittag in weiten Teilen der Deutschschweiz. Besonders heftig war es in den Kantonen Zug, Schwyz sowie in Rapperswil SG. Kurz vor 17 Uhr seien die Meldungen wegen umgestürzter Bäume, überfluteten Strassen, Wassereinbrüchen und ähnlichem im Minutentakt eingegangen, teilte die Kantonspolizei Schwyz mit.

Hagelkörner wie Pingpong-Bälle

Die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Strassenunterhalt seien im Dauereinsatz gestanden, um Keller auszupumpen oder Strassen von umgestürzten Bäumen zu befreien. Die Hagelkörner hätten zwischen Pfäffikon SZ und Wollerau SZ die Grösse von Pingpong-Bällen erreicht, teilte SF Meteo mit.

Wegen der starken Niederschläge kam es in der Region um Rapperswil-Jona zu starken Verkehrsbehinderungen, wie die Kantonspolizei St. Gallen meldete. Mitten im Feierabendverkehr war unter anderem der Seedamm zwischen Pfäffikon SZ und Rapperswil SG vorübergehend gesperrt.

Laut SF Meteo zog eine "ausgesprochen heftige Gewitterzelle" vom Emmental ins Appenzellerland. Hagel, Orkanböen und tausende Blitze hätten sie begleitet. Beim Ägerisee wehte der Wind mit bis zu 132 Kilometern pro Stunde, in nur 10 Minuten fielen 30 Liter Regen pro Quadratmeter. Über dem Zürichsee sei gar eine Wasserhose gesichtet worden.

A2 gesperrt

Gewitter gab es am späteren Nachmittag auch im Tessin. Dort fiel bereits in den vergangenen 12 Stunden sehr viel Regen. Mit knapp 90 Liter pro Quadratmeter regnete es in 12 Stunden ungefähr halb so viel wie sonst in einem ganzen Juli.

Wegen eines Erdrutsches musste im Tessin zwischen Mendrisio und Melide-Bissone die Autobahn A2 in Richtung Gotthard gesperrt werden, wie der Verkehrsinformationsdienst Viasuisse mitteilte. Eine Umleitung wurde eingerichtet.