Aufgeblasene Rüstung

Giezendanner will bei Armasuisse 200 Stellen streichen

«Ob beim Projekt Bodluv oder beim Duro: Die aufgeblasene Armasuisse ist involviert.» – Ulrich Giezendanner.

«Ob beim Projekt Bodluv oder beim Duro: Die aufgeblasene Armasuisse ist involviert.» – Ulrich Giezendanner.

Nach dem Absturz des Luftabwehr-Geschäfts Bodluv 2020 und der teuren Sanierung der Duro-Geländefahrzeuge poltert SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner gegen die Rüstungsbetriebe.

Nachdem der neue Verteidigungsminister Guy Parmelin das Projekt Bodluv – die bodengestützte Luftverteidigung 2020 – sistiert hat, geht sein Parteikollege Ulrich Giezendanner in die Offensive. «Ob beim Projekt Bodluv oder beim Duro: Die aufgeblasene Armasuisse ist involviert», sagt der Aargauer Nationalrat gegenüber der Zeitung «Schweiz am Sonntag».

Er stelle dazu nun «sehr harte Fragen», sagt Giezendanner: «Was machen all die Lohnbezüger in Zukunft, die mit der Beschaffung von Bodluv beschäftigt waren – oder wären? Wie viele Stellen werden bei diesem Bundesamt für Rüstung abgebaut? Wie wird die Armasuisse umgebaut?» Der SVP-Nationalrat gibt die Antwort gleich selbst: «200 Leute braucht es nicht mehr.»

Parmelin müsse nun bei Armasuisse «mit dem eisernen Besen kehren». Giezendanner geht davon aus, dass das Projekt Bodluv in der Form, wie es ausgearbeitet wurde, «gestorben ist».

Selbst wenn es wiederbelebt werden sollte, dauere das. Ursprünglich hätte Bodluv so vorangetrieben werden sollen, dass das Projekt dem Parlament mit der Rüstungsbotschaft 2017 vorgelegt worden wäre. Mit dem Sistierungs-Entscheid ist dieser Zeitplan Makulatur.

Giezendanner kann auch nach wie vor nicht verstehen, dass 2200 Duro-Geländefahrzeuge für 550 Millionen bei der Mowag GmbH saniert werden sollen. «Das kann niemand verstehen», so Giezendanner in der «Schweiz am Sonntag». Käme dieses Geschäft vors Volk, «würden 75 Prozent gegen dieses Geschäft stimmen». Giezendanner fordert nun 200 Millionen Einsparungen, wie er betont.

Meistgesehen

Artboard 1