Fussballclub

Fussballclub Klingnau geht in die Offensive

Grossfamilie Der Fussballclub Klingnau ermöglicht es 200 Junioren sowie 170 Aktiven, Fussball zu spielen.angelo zambelli

Fussballclub Klingnau geht in die Offensive

Grossfamilie Der Fussballclub Klingnau ermöglicht es 200 Junioren sowie 170 Aktiven, Fussball zu spielen.angelo zambelli

Zwei Wochen vor der Referendumsabstimmung erklärt der Fussballclub Klingnau, warum er auf einen zusätzlichen Fussballplatz angewiesen ist.

Angelo Zambelli

Der Blick des Fotografen aus luftiger Höhe auf die FCK-Familie ist imposant: Gegenwärtig zählt der Verein über 200 Junioren, 150 Aktive sowie 70 Vereinsverantwortliche (Trainer, Schiedsrichter und Vorstandsmitglieder). Der Vorstand des Fussballclubs Klingnau war es auch, der zur öffentlichen Informationsveranstaltung auf dem Schwimmbad-Parkplatz in unmittelbarer Nähe zur FCK-Garderobe geladen hatte. Das Ziel: die Vereinsmitglieder und die Bevölkerung mit Blick auf die Urnenabstimmung vom 13. Juni auf die Anliegen des Fussballclubs aufmerksam machen.

5,67 Mannschaften pro Platz

Mit den 17 Mannschaften und nur einem einzigen Hauptfeld stosse der Verein schon seit längerem an seine Grenzen, sagte Präsident Roger Meier an der Informationsveranstaltung unter freiem Himmel. Das Verhältnis von 5,67 Mannschaften pro Platz zeige, dass ein zusätzliches, grosses Hauptfeld dringend nötig sei. Zum Vergleich: In Koblenz sind es 2 Mannschaften pro Platz, in Leibstadt 3, in Wettingen 4 und in Turgi 5 Mannschaften pro Platz.

Angesichts dieser unhaltbaren Situation sei der Vorstand vor sechs Jahren an den Gemeinderat gelangt und habe ihn gebeten, eine Lösung für das Problem zu suchen, sagte Meier. Viele Standortvarianten – darunter auch eine regionale Lösung – seien geprüft worden. Die Zirkuswiese bezeichnete Meier als «richtigen Standort für einen neuen Fussballplatz». Dieser liege in der öffentlichen Zone für Sport und Freizeit und befinde sich ausserhalb des Wohngebietes. Für Kinder sei der Platz mit dem Velo erreichbar, die Nähe zum bestehenden Fussballplatz mit Garderoben und Schwimmbad samt Parkplatz sei für den Verein ein Glücksfall.

Meier vertritt die Meinung, durch den neuen Fussballplatz entstehe kein Mehrverkehr und auch die Verkehrssicherheit sei durch die kürzlich eingeführte Tempo-30-Zone gewährleistet. Der neue Fussballplatz auf der Zirkuswiese sei nicht nur die beste, sondern auch die kostengünstigste Lösung für die Gemeinde, weil keine Kosten für den Landkauf anfallen, argumentiert der Präsident des Fussballclubs Klingnau.

«Existenz wäre gefährdet»

Zusammenfassend sagte Meier, der Fussballclub könne aufgrund seiner jetzigen Grösse mit nur einem Platz und zwei Garderoben nicht weiter bestehen. «Eine Weiterführung des Trainings- und Spielbetriebes ohne zusätzliches Spielfeld wäre nur mit einer Reduktion der Mannschaften möglich. Viele Jugendliche müssten sich einen anderen Verein suchen.» Dadurch, so der Präsident des FC Klingnau, würde der Nachwuchs für die Aktivmannschaften fehlen, was wiederum die Existenz des gesamten Vereins gefährde.

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