Gemeindefusion
Fusion verlangt nach einer Vereinheitlichung

Die Fusion der Gemeinden Messen, Balm bei Messen, Oberramsern und Brunnenthal verlangt eine Harmonisierung in verschiedenen Bereichen. So muss die Einwohnerkontrolle ab 2010 einheitlich erfolgen, was einige Probleme birgt. Auch das Abwasserreglement muss neu erarbeitet werden.

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Lea Durrer

Eine besondere Herausforderung stellt sich an die Verwaltung der vier Gemeinden. Dabei sind Neuerungen und Anpassungen im Softwarebereich nötig, um alle Teilgebiete der Fusionsgemeinde in einem einheitlichen System verwalten zu können. Dies erweist sich im Moment aber als schwierig, da unterschiedliche Reglemente eine problemlose Zusammenführung verhindern. So bestehen beispielsweise zurzeit vier verschiedene Abwasserreglemente. «Diese können gar nicht in einem System zusammengefasst werden», sagte Adrian Schluep an der Gemeinderatssitzung vom Mittwochabend. Daher sei ein neu erarbeitetes Reglement nötig, auf Basis dessen eine neue Software eingeführt werden könne.

Laut Finanzverwalter Géo Voumard sei nun der Zeitpunkt für einen Ersatz der Programme gegeben. «Wichtig ist, dass die Daten verwaltet werden können und ab Januar 2010 damit gearbeitet werden kann», betonte Voumard. Die Einwohnerkontrolle und die Steuerfakturierung müssen dann auf einem gemeinsamen Stand funktionieren. Wobei die Erhaltung historischer Daten im neuen System Schwierigkeiten geben könnten. «Ich habe Angst, dass die Steuern nicht vollständig abgerechnet werden», meinte Schluep. Daher müssten die Daten wohl im alten System noch weitergeführt und ein zusätzlicher Zeitaufwand in Kauf genommen werden.

Solaranlage aufs Schulhausdach?

Dem Gemeinderat wurde ebenfalls der erste Budgetentwurf zweier Kommissionen zur Beratung vorgelegt. Die Flur-, Strassen- und Verkehrskommission hat im nächsten Jahr Ausgaben in der Höhe von 485 000 Franken vorgesehen. Davon sollen 160 000 Franken für Wegprojekte und 80 000 Franken für die Sanierung des Wegnetzes aufgewendet werden.

Die Betriebskommission hat für 2010 380 000 Franken ins Budget aufgenommen und denkt über eine Investition in der Höhe von 60 000 Franken nach. So soll eine Solaranlage aufs Dach des Schulhauses Bühl gebaut werden. Für Markus Schneider von der Betriebskommission ist jedoch noch unklar, ob jetzt der richtige Moment dafür sei.

Limpachkanal bereitet Sorge

Der Gemeinderat Messen hat dem Beschluss des Gemeindeverbands Limpachkanal zum Projektierungskredit in der Höhe von 160 000 Franken zugestimmt und unterstützt eine seriöse Abklärung der Möglichkeiten. Die 80 Quadratkilometer Einzugsgebiet des Limpachs bringen viel Wasser und sorgen immer wieder für Überflutungen des angrenzenden Kulturlandes (siehe Ausgabe vom 21. Oktober).

Weiter wurden am Mittwochabend Hans Zimmermann, Messen, Ernst Schär, Brunnenthal, Eveline Rätz, Balm bei Messen, und Leo Arni, Oberramsern, als Gemeindeweibel gewählt.

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