Freie Evangelische Gemeinde
Freikirche braucht mehr Platz

Die Freie Evangelische Gemeinde Langenthal möchte ihre Räumlichkeiten an der Weissensteinstrasse 7 erweitern. Geplant ist ein Bau, der an der Nordseite an das bestehende Gebäude angrenzt.

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Freie Evangelische Gemeinde Langenthal

Freie Evangelische Gemeinde Langenthal

az Langenthaler Tagblatt

Eine quantitative Verbesserung der heutigen Situation ist dringend notwendig. Die Freie Evangelische Gemeinde FEG Langenthal stosse mit den zurzeit zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten seit langem an Grenzen, heisst es in einem Schreiben der Gemeindeleitung. So verfüge die FEG beispielsweise nicht über genügend Büroräumlichkeiten für ihre Mitarbeitenden (390 Stellenprozente).

Zudem gebe es in vielen Räumen Doppel- oder sogar Dreifachnutzungen. «Einige Aktivitäten, wie etwa ein Teil der Kinderbetreuung am Sonntagmorgen, müssen gar in den Luftschutzkellern abgehalten werden», schreibt die FEG weiter. Damit das umfangreiche Angebot der Gemeinde aufrechterhalten werden könne, sei eine Erweiterung der heutigen Räumlichkeiten dringend notwendig. Am bestehenden, im Jahr 1980 erbauten Gebäude, wird nichts geändert.

Von der Erweiterung sollen aber nicht nur die Gottesdienstbesucher und deren Kinder profitieren - laut FEG-Leitung im Durchschnitt etwa 450 Personen. Auch unter der Woche finden an der Weissensteinstrasse 7 zahlreiche Aktivitäten für Kinder, Teenager, Jugendliche, Erwachsene, Frauen und Senioren statt.

Idee ist kein Schnellschuss

Die Idee für einen Neubau sei kein Schnellschuss, so die FEG. Über viele Monate hinweg wurden von Experten Ideen und Pläne entworfen und der Gemeinde vorgestellt. Auf offizieller Ebene wurde es im März 2008 konkret, als eine Delegation der FEG das Strategiepapier über das Bauprojekt der Stadtverwaltung präsentierte.

Nun liegen der Stadt das Baugesuch sowie das Gesuch für die notwendige Zonenplanänderung (Überbauungsordnung Nr. 38 FEG Weissensteinstrasse) vor. Voraussichtlich morgen werden die beiden Vorhaben erstmals im Amtsanzeiger publiziert.

Die Kosten für das Vorhaben belaufen sich gemäss FEG-Leitung auf drei Millionen Franken. «Davon sollen 60 Prozent aus Spenden finanziert werden. Die restlichen 1,2 Millionen Franken werden mit zinsfreien Darlehen einer Bauhilfsgenossenschaft der FEG Schweiz sowie einer Hypothek finanziert», schreibt die Gemeinde. Der Spatenstich ist im Februar 2010 geplant. Baubezug ist gemäss Zeitplan Oktober 2010.

Anliegen ernst genommen

Die Gebäude der FEG Langenthal liegen in einem bewohnten Gebiet. Die Sorgen und Anliegen der Anwohner nehme die Gemeinde ernst, schreibt sie. Aus diesem Grund wurde am vergangenen Donnerstag eine Informationsveranstaltung für die betroffenen Personen durchgeführt. Zusätzliche Lärmemissionen seien wegen der geplanten Komfortlüftung im Erweiterungsbau nicht zu befürchten.

Zudem wurden bei den Planungen die Vorschriften für die Lärmempfindlichkeitsstufe II wie bisher eingehalten. «Am Sonntagmorgen können die Anwohner auf der Südseite gar mit einer verminderten Geräuschkulisse rechnen, da die heutige Südfassade des Altbaus, wo sich der Gottesdienstsaal befindet, verschwinden wird», schreibt die Gemeinde.

Auch die Parkplatzsituation werde sich durch den Anbau nicht verschärfen. Von den bestehenden Parkplätzen direkt bei den Gemeindebauten werden gerade mal vier Parkplätze wegfallen, dafür entstehen am angrenzenden Schmidenmattweg zwölf neue Parkiermöglichkeiten. Die restlichen Autos können am Sonntag nach wie vor bei der Klinik SGM sowie auf den öffentlichen Parkplätzen Dreilinden abgestellt werden. (tg)

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