Genf

Flagge auf Halbmast: Trauer um getöteten Schweizer IKRK-Mitarbieter

Die IKRK-Fahne auf Halbmast.

Die IKRK-Fahne auf Halbmast.

Nach der Ermordung eines Schweizer IKRK-Mitarbeiters in Libyen bekunden dessen Freunde und Kollegen ihre Trauer im Internet. In Genf weht die mit schwarzem Band geschmückte IKRK-Fahne auf Halbmast.

Mitarbeiter des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Freunde und Bekannte – aber auch Fremde – zeigen sich betroffen und verwenden das Foto der auf Halbmast gesenkten Flagge auf Facebook solidarisch als Profilbild.

Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter drückten viele ihre Trauer und ihre Wut über den Mord am 42-jährigen Schweizer aus. Sein Tod erinnere daran, wie IKRK-Mitarbeiter täglich ihr Leben riskieren, hiess es.

«Ein engagierter Menschenfreund»

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf verurteilte den Anschlag aufs Schärfste: «Wir sind schockiert und am Boden zerstört», äusserte sich IKRK-Generalsekretär Yves Daccord am Mittwoch in einer offiziellen Mitteilung. «Michael war ein engagierter Menschenfreund und verbrachte Jahre seines Lebens damit, anderen zu helfen.»

Michael Greub stand seit Anfang Jahr als Leiter der IKRK-Unterdelegation in der lybischen Stadt Misrata im Einsatz. Er war seit mehr als sieben Jahren für die Hilfsorganisation tätig, unter anderem im Irak, Sudan, Jemen und im Gaza-Streifen.

Am Mittwoch wurde in der Hafenstadt Sirte aus nächster Nähe erschossen. «Michael kam gerade von einem Treffen mit zwei Kollegen, als ihr Fahrzeug von einer einer Gruppe bewaffneter Männer überfallen wurde», beschreibt Daccord die Umstände.

Wer hinter dem Anschlag steckt, ist unklar. Im destabilisierten Land kommt es immer wieder zu Angriffen auf Ausländer und einheimische Aktivisten und Politiker durch radikale Islamistengruppen. (cze)

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