Klimapolitik

Evo Morales will mit Sozialismus gegen Klimawandel vorgehen

Morales mit Vize-Präsident Alvaro Garcia Linera (links)

Morales mit Vize-Präsident Alvaro Garcia Linera (links)

Mit den Industriestaaten und dem Kapitalismus auf der Anklagebank hat in Bolivien eine alternative Klima-Konferenz ihre Arbeit aufgenommen. Evo Morales forderte dabei die Schaffung eines Sozialismus in Harmonie mit der Natur.

Der linksgerichtete Staatschef des südamerikanischen Landes sprach bei der Eröffnung vor 23'000 Teilnehmern aus 130 Ländern. Zum Abschluss der Veranstaltung am Donnerstag werden in der Stadt Tiquipaya im Zentrum des südamerikanischen Landes auch die ebenfalls linksgerichteten Staatschefs Venezuelas, Ecuadors und Nicaraguas, Hugo Chávez, Rafael Correa und Daniel Ortega, sowie der paraguayische Präsident Fernando Lugo erwartet.

Ziel der "Konferenz der Völker über den Klimawandel und die Rechte von Mutter Erde" ist es nach Worten von Morales, eine gemeinsame Position für den nächsten Weltklimagipfel im Dezember in Mexiko festzulegen. Die Entscheidung für die Konferenz sei nach dem UNO-Klimagipfel im vergangenen Dezember in Kopenhagen gefallen, der nach Einschätzung von Morales gescheitert war.

An dem Treffen nehmen ausser Vertretern sozialer Bewegungen und von indigenen Völkern auch international bekannte Intellektuelle und Umweltschützer teil. Unter anderem wurden die Schriftsteller Eduardo Galeano (Uruguay, "Die offenen Adern Lateinamerikas") und Naomi Klein (Kanada, "No Logo!: der Kampf der Global Players um Marktmacht") angekündigt.

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