Herzogenbuchsee
Es geht vorwärts mit der Schule

Die Abgeordnetenversammlung des Sekundarschulverbandes Herzogenbuchsee hat dem abgeänderten Zweckartikel des Organisationsreglementes zugestimmt. Damit kann der Verband neu auch Realklassen und für einzelne Gemeinden die gesamte Oberstufe führen.

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Sek Buchsi

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az Langenthaler Tagblatt

Von Irmgard Bayard

Auslöser für den Oberstufenverband seien ganz klar Herzogenbuchsee und einige Aussengemeinden, die Interesse signalisiert hätten, sagt Markus Loosli, Präsident der Sekundarschulkommission Herzogenbuchsee.

Eigentlich hätte bereits im Herbst über das Organisationsreglement abgestimmt werden sollen. Das Geschäft musste damals jedoch auf Grund der Vorprüfung durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) zurückgestellt werden (wir berichteten). Die Vorlage wurde überarbeitet und im zweiten Anlauf vom AGR genehmigt.

Der entsprechende Antrag des Verbandes geht nun an die zehn Verbandsgemeinden (Berken, Bettenhausen, Bollodingen, Graben, Heimenhausen, Herzogenbuchsee, Inkwil, Niederönz, Ochlenberg, Thörigen). Diese werden die Reglementsänderungen an ihren Gemeindeversammlungen im Frühsommer 2009 traktandieren.

Falls alle Gemeinden zustimmen, können anschliessend die einzelnen Verbandsgemeinden auch ihre Realschule an den neuen Oberstufenverband abgeben. «Sie dürfen, müssen aber nicht», sagt dazu Markus Loosli.

Geplant habe dies vorerst nur Herzogenbuchsee, die anderen Gemeinden werden ihre Realschule behalten. «Wenn sie sich aber umentscheiden, muss der Verband die Schüler aufnehmen.» Dazu ist jeweils eine Statutenänderung nötig. «Diese kann mit dem neuen Zweckartikel von der Abgeordnetenversammlung beschlossen werden und muss nicht jedesmal vor die Gemeindeversammlung», erklärt Loosli.

Aufwändige Vorbereitungen

Wegen unterschiedlichster Wünsche der Gemeinden seien die Vorbereitungen «aufwändig» gewesen, sagt Loosli. Es hätten aber intensive und konstruktive Aussprachen stattgefunden. Loosli hofft, dass alle Gemeinden auch wirklich zustimmen, «denn wenn nur eine den Artikel ablehnt, so beginnen wir wieder bei Null.»

In einem nächsten Schritt wird im Verband in zwei bis drei Jahren über die Einführung eines durchlässigen Modells diskutiert (Niveauklassen in den Fächern Deutsch, Französisch und Mathematik).

Dieser Niveau-Unterricht wäre dann möglich für die Schülerinnen und Schüler aus Herzogenbuchsee. Aber auch aus den anderen Verbandsgemeinden könnten einzelne Schülerinnen und Schüler dieses Angebot nutzen, sie müssten dazu aber an die Schule in Herzogenbuchsee wechseln. «Wir sprechen hier aber nur von wenigen Schülern», sagt Loosli. «Erfahrungsgemäss handelt es sich nämlich lediglich um zirka zehn Prozent der Realschüler.»

Ein neues Modell müsse von der Lehrerschaft getragen werden, über die Vor- und Nachteile der einzelnen Modelle gäbe es noch keine eindeutige Meinung, begründet Loosli den Entschluss, mit der Einführung noch zuzuwarten.

Kredite genehmigt

Im weiteren wurden an der Abgeordnetenversammlung zwei Investitionskrediten zugestimmt. 380 000 Franken kostet der Ersatz der Fenster im Hauptgebäude und 170 000 Franken derjenige der Eingangsfronten. In diesem Bereich seien seit dem Bau des Schulhauses im Jahr 1956 nur Unterhaltsarbeiten vorgenommen worden. Ein Ersatz dränge sich deshalb nicht zuletzt aus energietechnischen Gründen auf.

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