Münchner Schlägerprozess

Einer der Jugendlichen will ein Geständnis ablegen

Hier geht Morgen der Prozess weiter (Symbolbild)

Hier geht Morgen der Prozess weiter (Symbolbild)

Im Münchner Schlägerprozess will einer der drei jugendlichen Schweizer sein monatelanges Schweigen brechen: Er hat sich gemäss seinem Anwalt entschlossen, am Donnerstag vor dem Landgericht München ein Geständnis abzulegen.

Der 18-Jährige hat vor kurzem seinen Anwalt gewechselt. Der neue Rechtsvertreter erklärte am Mittwoch gegenüber der deutschen Nachrichtenagentur DPA, sein Mandant wolle das Geständnis wiederholen, das er zuvor bei der polizeilichen Vernehmung abgelegt hatte. Er werde einräumen, an einer Körperverletzung teilgenommen zu haben.

Damit gibt der Jugendliche seine bisherige Strategie des Schweigens auf. Gemäss Empfehlung seines früheren Anwaltes schwieg er seit Prozessbeginn am 8. März. Das Gleiche taten seine beiden Mitangeklagten. Ob der Kurswechsel Einfluss auf deren Verhalten hat, wird sich am Donnerstag zeigen.

Gemäss Prozessprogramm waren auf Donnerstag die Plädoyers von Verteidigung und Anklage angekündigt. Ob diese nun gehalten werden, bezweifelt der Anwalt gegenüber der DPA. Wann in diesem Fall das Urteil eröffnet werden kann, ist noch offen.

Die drei Jugendlichen sind des gemeinschaftlichen Mordes und der gefährlichen Körperverletzung angeklagt. Bei einem Schuldspruch drohen ihnen bis zu zehn Jahre Freiheitsentzug.

Die drei ehemaligen Schüler der Berufswahlschule Küsnacht ZH sollen während der Klassen-Abschlussreise nach München Ende Juni 2009 fünf Passanten grundlos brutal zusammengeschlagen haben. Zwei Opfer wurden dabei lebensgefährlich verletzt. Seit der Tatnacht sind die drei Angeklagten in Haft.

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