Religiöse Bauten

Eine Einsprache gegen Kuppel auf dem Berner Haus der Religionen

Profil der geplanten Kuppel auf dem Berner Haus der Religionen: Der Ball liegt nun bei Regierungsstatthalter Christoph Lerch.

Profil der geplanten Kuppel auf dem Berner Haus der Religionen: Der Ball liegt nun bei Regierungsstatthalter Christoph Lerch.

Gegen eine geplante kleine Kuppel auf der Moschee im Berner Haus der Religionen ist eine Einsprache eingegangen. Islamkritiker sehen in dem 3,5 Meter hohen Konstrukt eine Verletzung des Minarettverbots in der Schweiz.

Mitte Mai publizierte der Muslimische Verein, der im Haus der Religionen eine Moschee betreibt, das Bauvorhaben. Die Kuppel soll mit einer Lichtinstallation bis jeweils 23 Uhr moderat beleuchtet werden.

Der Berner SVP-Stadtrat Henri-Charles Beuchat kündigte an, Einsprache einzulegen. Unterdessen ist die Einsprachefrist abgelaufen, und es ist bei einer Einsprache geblieben, wie es beim Regierungsstatthalteramt Bern am Donnerstag auf Anfrage von Keystone-SDA hiess.

Dialog der Kulturen

Im Berner Haus der Religionen sind acht Religionsgemeinschaften zuhause und praktizieren das Zusammenleben unter einem Dach. Die Institution hat sich dem Dialog der Kulturen verschrieben.

Auf dem Flachdach des Gebäudes wäre die Kuppel nicht das einzige religiöse Symbol, denn dort ist seit der Eröffnung des Hauses auch die Spitze eines hinduistischen Tempels zu sehen. Die Kuppel der Muslime war ursprünglich auch geplant, wurde dann aber mangels finanzieller Mittel zunächst nicht realisiert.

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