Sie sind altgediente Soldaten mit vielen Diensttagen. Die Männer vom Aargauer Bürgerforum «Duro- Millionen». Trotzdem, oder gerade deshalb, begleiten sie das unselige Geschäft mit dem Mannschaftstransporter seit Jahren kritisch und bringen Ungereimtheiten ans Licht.

Armeeverantwortliche sind, wen wundert es, nicht gut auf die alten Kämpen zu sprechen. Dabei müssten sie ihnen dankbar sein. Weil diese den Finger auf wunde Punkte legen. Weil sie sich für eine sauber haushaltende und glaubwürdige Armee einsetzen.

Ein Paradebeispiel, wie es eben nicht laufen sollte, ist der Fall Duro. 558 Millionen Franken für die Renovation von 2200 Mannschaftstransportern gibt die Armee aus. Bis heute weiss niemand genau, warum das Projekt so teuer ist, warum der Preis nicht gedrückt werden konnte. Der Motoren-Flop und mangelnde Qualität etwa bei den Scheinwerfern zeigen indes: Es liegt vieles im Argen.

Verteidigungsministerin Viola Amherd tut gut daran, Leuten wie dem Aargauer Bürgerforum zuzuhören. Sie tut gut daran, in ihrem Bestreben nicht nachzulassen, für mehr Transparenz und Ehrlichkeit in der Armee zu sorgen. Und den Strippenziehern in Verwaltung und Parlament genau auf die Finger zu schauen. Amherd will im Verteidigungsdepartement einen Kulturwandel herbeiführen. Der Fall Duro lässt erahnen, wie viel sie noch zu tun hat.