Durchgeführt wurde die Umfrage im Frühling vom Verband der Dozierenden - gegen den Willen des Direktionspräsidenten der ganzen Fachhochschule, Crispino Bergamaschi, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

In einer E-Mail an die Mitarbeiter habe er die Umfrage als unfreundlichen Akt bezeichnet. Die Resultate will er «aufmerksam lesen und das Gespräch suchen», wie er nun mitteilte.

Der Verband der Dozierenden fordert «einen ernsthaften und grundsätzlichen Kurs- und Kulturwechsel»: weniger Belastung, die «Beseitigung der erlebten Angstkultur» und mehr Lehre statt Forschung.

Laut Umfrage lehnen zwei Drittel die PH-Strategie ab, die Rede ist von «Pseudo-Forschung» und Qualitätsverlust in der Lehrerausbildung. PH-Direktor Hermann Forneck sagt, er sei offen für sachliche Kritik an seiner Führung.

«Wir haben innerhalb weniger Jahre aus vier Vorgängerinstitutionen eine Hochschule geformt, die auf Wissenschaft basierende Ausbildung und praxisorientierte Forschung auf hohem Niveau betreibt», sagt Forneck. Nun werde er kritisiert, weil er profiliert für diese «bildungspolitisch gewollte und legitimierte Lehrerausbildung» stehe. An dieser werde aber nicht gerüttelt.

Die Pädagogische Hochschule hat Standorte in Aarau, Basel, Brugg, Liestal und Solothurn.