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Die EVP will in den Gemeinderat

Wahlen: Wer wird wohl künftig die Geschicke der Gemeinde Thunstetten-Bützberg leiten? Felix Gerber

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Wahlen: Wer wird wohl künftig die Geschicke der Gemeinde Thunstetten-Bützberg leiten? Felix Gerber

Die Gemeindewahlen von Thunstetten-Bützberg finden dieses Jahr bereits im September statt Die sechs Gemeinderäte von Thunstetten treten bei den Gemeindewahlen am 27. September nochmals an. Mit Cornelia Trösch (SVP) verzichtet dagegen die einzige Frau Christine Grogg drängt dafür für die EVP in den Rat.

Jürg Rettenmund

Noch haben die Parteien von Thunstetten-Bützberg ihre Positionen für die Gemeindewahlen im Herbst nicht definitiv bezogen. Fest steht aber, wer es von den bisherigen Gemeinderäten nochmals wissen will: Alle Männer treten wieder an. Das sind einmal Gemeindepräsident Markus Quaile und sein Kollege von der FDP, Stefan Krähenbühl. Von der SVP haben Vizepräsident Alfred Röthlisberger und Herbert Jenzer ihre Ambitionen angemeldet, und die SP kann auf die Zusage von Martin Sigrist und Beat Siegrist zählen.

Ihren Rücktritt angekündigt hat dagegen die einzige Frau im Rat, Cornelia Trösch (SVP). Die SVP will jedoch ihre drei Sitze verteidigen, wie Parteipräsident Adrian Dreyer auf Anfrage erklärte. Die Parteisektion hat auf nächsten Freitag (26. Juni) eine Parteiversammlung angesetzt. «Dort wollen wir die Liste verabschieden», erklärt Dreyer. Nur so viel verrät er bereits heute: Die stärkste Partei im Gemeinderat wird nicht mit einer vollen Liste antreten, sondern mit einer kumulierten.

Bereits einen Schritt weiter ist die FDP. Sekretär und Wahlausschuss-Mitglied Stefan Iseli kann neue Namen für den Gemeinderat melden: Es sind Christoph Ambühl, Gerhard Sägesser (parteilos) und Pascal Hug, ein Vertreter der jungen Mitglieder, wie Iseli betont. Die beiden Bisherigen können davon profitieren, dass sie zum Füllen der sieben Linien auf der Liste kumuliert aufgeführt werden. Ziel der FDP ist denn auch, ihre zwei Mandate zu verteidigen.

So schwierig wie noch nie

Noch nicht mehr als das Antreten der Bisherigen kann Sekretär Paul Knutti für die SP melden. Er habe schon viele Wahlen vorbereiten helfen, sagt der Partei-Doyen, «doch so schwierig wie dieses Jahr war es noch nie». Er gibt zu bedenken, dass es nicht nur um den Gemeinderat geht, sondern inklusive Kommissionen 35 Ämter zu besetzen sind.

Ob die Partei bei dieser Ausgangslage zur Rückeroberung des vor vier Jahren verlorenen dritten Sitzes ansetzen kann, ist damit noch offen. «Mit einer Partei mehr wird es noch schwieriger», hält Knutti fest. «Wenn uns wieder ein dritter Sitz gelingt, ist es gut, sonst sind wir auch nicht traurig.» Die angesprochene weitere Partei ist die EVP.

Seit zwei Legislaturperioden ist diese mit Christine Grogg in der Schulkommission vertreten. Jetzt tritt diese für den Gemeinderat an, wie Gottfried Grogg auf Anfrage erklärt. Der Ehemann von Christine Grogg koordiniert die Wahlvorbereitungen der EVP. Weitere Namen neben der Spitzenkandidatin nennt auch er noch nicht, doch werde die EVP mit zwei vollen Listen für den Gemeinderat und die Schulkommission antreten.

Die EVP hat in Thunstetten-Bützberg noch keine eigene Sektion. Auch dies sei mittelfristig ein Ziel, erklärt Grogg, allerdings wohl nicht mehr vor den Wahlen. Dort rechnet sich die EVP gute Chancen aus. «Vielleicht gibt das Resultat dann den Impuls für eine Sektionsgründung.»

Kaum Kandidaturen sind von den beiden neuen Parteien im Oberaargau zu erwarten. Priorität hätten der Aufbau im Landesteil und die Grossratswahlen 2010, erklärt Astrid Baud (GLP). Ähnliches wird für die BDP gelten, deren Landesteilpräsident Dieter Widmer gestern nicht erreichbar war. Eingabefrist für die Wahlen vom 27. September ist der 17. August.

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