Die Schweiz ist bisher glimpflich davongekommen: Am Flughafen Zürich mussten aufgrund des Wetters am Samstag nur wenige Flüge annulliert werden. Die Situation am Flughafen Zürich sei aktuell nicht aussergewöhnlich, sagte ein Sprecher des Flughafens auf Anfrage.

Aufgrund des Schneefalls hätten Flugzeuge enteist und Pisten geräumt werden müssen. Daher sei es bei einigen Flügen zu Verspätungen zwischen 60 und 90 Minuten gekommen. Je neun An- und Abflüge in Europa, etwa nach London und München, hätten annulliert werden müssen.
Reisenden wird empfohlen, frühzeitig anzureisen.

Derweil brachte der Schneefall – wie auch das Eis – in München den Flugplan durcheinander. Neben den ausgefallenen Flügen gab es zudem etliche Verspätungen. «Wir brauchen rund 25 Minuten, um eine Bahn zu räumen, während dieser Zeit ist die Bahn gesperrt», so eine Sprecherin. Zudem reduziert die Flugsicherung bei schlechter Sicht die Zahl der Flüge.

Auch im östlichen Nachbarland wirkt sich der Schnee auf den Flugverkehr aus: Am Flughafen in Innsbruck kam es zu «massiven Einschränkungen im Flugverkehr», wie es hiess. Zahlreiche Verbindungen wurden umgeleitet, gestrichen oder waren als verspätet gemeldet. Westlich von Wien war zudem zeitweise eine wichtige Autobahnverbindung blockiert, nachdem zahlreiche Lastwagen auf der Strecke liegen geblieben waren. In Bergregionen mussten einige Strassen wegen Lawinengefahr gesperrt werden. Keine Einschränkungen gab es derweil im Zugverkehr.

Die Schneefälle sorgten am Samstag aber für verschiedene Unfälle. Im Aargau gingen insgesamt rund 20 Meldungen ein, wie die Polizei mitteilte.

Am spektakulärsten war dabei der Unfall eines Salzstreuwagens. Er geriet am Samstagvormittag in Hägglingen auf schneebedeckter Fahrbahn ins Rutschen und kollidierte in der Folge mit einem Weidezaun, einem Strassenkandelaber und einer Steinmauer.

Salzstreumaschine in Hägglingen verunfallt

Salzstreumaschine in Hägglingen verunfallt

Heute Morgen kam ein Salzstreuwagen ins Schleudern und prallte in eine Hausmauer. Dabei verlor das Fahrzeug einen grossen Teil des Salzes.

Der Lenker und sein Mitfahrer konnten sich mit leichten Verletzungen aus dem Unfallfahrzeug befreien. Die Bergungsarbeiten dauerten mehrere Stunden und der Sachschaden dürfte mehrere zehntausend Franken betragen.