«Ich wünsche mir mehr Respekt für die Tiere», erklärt Nancy Holten gegenüber dem ostschweizer Regionalsender TVO. «Ich finde es ein No-Go», so die Fricktalerin weiter, «dass die Tiere umhergehetzt werden, nur um uns zu belustigen.» Es seien doch keine Sklaven, findet Holten und fordert, dass man die Schweine nicht mehr so zur Schau stelle wie an der Olma. 

Im Kanton Aargau hat die Tierschützerin mit holländischen Wurzeln schon mehrfach für Schlagzeilen gesorgt. Etwa mit ihren Feldzügen gegen Kuhglocken, Kirchengeläut oder einen tierfreien Zirkus. Nun kämpft Holten also auch ennet der Kantonsgrenzen für ihre Sache. 

Bei den Verantwortlichen der Olma St. Gallen kommt die Kritik der Aargauerin schlecht an. «Wenn Sie meine Olma-Besucher für blöd verkaufen wollen, sind Sie hier total am falschen Ort», ereifert sich Christian Manser, Verantwortlicher für das Säulirennen auf Holtens Kritik, dass die Tiere nicht als Nutztiere für die Fleischproduktion deklariert würden.

Auch die Vorwürfe der Tierschützerin, dass die Tiere durch das Rennen gequält werden, lässt Manser nicht gelten. «Für mich sieht eine gestresste Sau ganz anders aus», erklärt er im Tiergehege gegenüber TVO und fügt hinzu: «Die Schweine sind ganz friedlich und haben alles, was sie brauchen.»

Auch die Olma-Besucher sind überzeugt, dass die Rennschweine artgerecht gehalten werden und der traditionelle Anlass ein Spass für die ganze Familie ist. (luk)

In der Sendung Talk Täglich diskutierte Nancy Holten mit Pro-Natura-Präsident Johannes Jenny über den Abschuss von Krähen:  

«Wenn Frau Holten ein Stück Brot isst, tötet sie auch Tiere»

«Wenn Frau Holten ein Stück Brot isst, tötet sie auch Tiere» (12. Oktober 2016)

Sollen Menschen  Tiere töten oder gar essen? Diese Frage war der eigentliche Dreh- und Angelpunkt des Streitgesprächs in der Sendung «TalkTäglich» am Dienstagabend. Die wichtigsten Momente.