Jäten. Von Hand. Das gehört zu den Arbeiten, die Bauer Jürg Berweger auf seiner Buntbrache verrichten muss. «Ich mache alles von Hand, hier kann man nicht mit der Maschine hineinfahren», sagt der Landwirt aus Effretikon im Zürcher Oberland. 

Auf der einen Hektar grossen Fläche wachsen einheimische Wildkräuter. Sie sind bei Vögeln und Insekten besonders beliebt. Damit trägt Berweger zum Erhalt der Artenvielfalt bei. 

Die meisten Bauern in der Schweiz bewirtschaften ihre Felder intensiv, um einen maximalen Ertrag zu erzielen. Im Gegensatz zu einer solchen Produktionsfläche, wirft Berwegers Kräuterwiese nicht gerade viel ab. 

Der Bund subventioniert solche sogenannten Buntbrachen für die Biodiversität. Mit 3800 Franken pro Jahr. Mindestens sieben Prozent seines Landes muss ein Bauer biodivers fördern, sonst erhält er keine Direktzahlungen. Bei Jürg Berweger sind es sogar 30 Prozent. Damit ist der Landwirt eine Ausnahmeerscheinung unter seinesgleichen. 

«Man kann die Vernetzung und die Qualität in diesem Bereich noch verbessern», sagt Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbands. Doch: «Die Lebensmittelproduktion ist auch ein Verfassungslziel.»

So macht es auch Jürg Berweger: Auf einem Teil seines Landes baut auch er Monokulturen an. (SRF/CHM)