Kommentar

Coronakrise: Mitte-Links fordert ein zweites Wirtschaftspaket – Hilfe schafft Vertrauen

Die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie werden verschärft. Politiker befürchten Konkurse.

Die Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie werden verschärft. Politiker befürchten Konkurse.

Im Frühling hat der Bund die Schleusen rasch geöffnet: Der Zugang zu Kurzarbeitsentschädigung wurde vereinfacht, Selbstständige bekamen Erwerbsersatz und dank Notkredite konnten Firmen Liquiditätsengpässe überbrücken. Auch dank dieser Hilfen hat die Bevölkerung den Lockdown gut mitgetragen.

Die Situation ist heute anders. Dank Schutzkonzepten müssen etwa Restaurants nicht mehr schliessen. Doch auch in dieser zweiten Welle kommt es zu harten Massnahmen. Bern und Wallis haben das Leben ausserhalb der Arbeit faktisch stillgelegt.

Der Bundesrat wird am Mittwoch voraussichtlich Veranstaltungen ab 50 Personen verbieten. Das bleibt nicht ohne Konsequenzen für Unternehmen und Arbeitnehmer. Der Bund kann die Kantone mit diesen Problemen nicht alleine lassen.

Neues muss man nicht erfinden. Die Kurzarbeitsentschädigung ist wichtig, das Parlament hat auch die Hilfe für Selbstständige verlängert. Und es hat eine Härtefalllösung für besonders betroffene Firmen ins Gesetz geschrieben. Staatssekretärin Marie-Gabrielle Ineichen-Fleisch, die oberste Wirtschaftsbeamtin, hat letzte Woche angekündigt, die Gelder könnten erst ab 1. Februar fliessen.

Mit Verlaub: Wenn der politische Wille da ist, dann kann es in diesem Land sehr schnell gehen. Wenn der Bundesrat also neue Massnahmen präsentiert, soll er auch sagen, wie er den Betroffenen helfen wird. Das schafft Vertrauen: eine wichtige Medizin im Kampf gegen das Virus.

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