Corona
Er wollte zuerst nichts davon wissen: Warum sich Lega-Regierungsrat Norman Gobbi jetzt doch noch impfen liess

Er sei immer gesund und brauche keine Impfung gegen Covid-19, fand der Tessiner Magistrat Norman Gobbi. Damit sorgte er für einigen Wirbel. Nun hat er seine Meinung geändert.

Gerhard Lob, Bellinzona
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Impfung aus «freien Stücken»: Lega-Regierungsrat Norman Gobbi.

Impfung aus «freien Stücken»: Lega-Regierungsrat Norman Gobbi.

Bild: Keystone

Der Tessiner Lega-Regierungsrat Norman Gobbi, bereits einmal SVP-Bundesratskandidat, hat sich piksen lassen. Auf «freien Stücken», wie er mit einem Bild und einem langen Post in den sozialen Netzwerken publik machte.

Die Sache wäre nicht weiter erwähnenswert, hätte Gobbi nicht vor einigen Wochen noch erklärt, sich bis anhin nicht geimpft zu haben, weil er immer gesund war und selbst bei Grippewellen ungeschoren davon kam – eine Erklärung, die grosse Wellen schlug.

Nun gestand er ein, Covid-19 in asymptomatischer Form durchgemacht zu haben. Da er zu wenig Antikörper habe, habe ihm sein Arzt zur Impfung geraten. Zudem fügte Gobbi überraschend an, dass er sich nicht schon in den letzten Monaten geimpft habe, weil er den Impfstoff denen überlassen wollte, die ihn nötiger hätten.

Die argumentative Pirouette sorgte in den sozialen Medien für Furore. Für seinen spät eingestandenen «Altruismus» musste er einigen Tadel einstecken.

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