Bundespläne
Nicht mehr jeden Tag die Post im Briefkasten? Post-Ceo Roberto Cirillo erteilt der Idee bereits eine Absage

Die Post könnte ab 2024 in eine finanzielle Schieflage kommen. Gewissen Planspielen des Bundes, wie dies verhindert werden könnte, erteilt die Post jetzt schon eine Absage. Man wolle etwa weiterhin täglich die Post zustellen, sagt CEO Roberto Cirillo.

Lucien Fluri
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Die Post wolle an der täglichen Zustellung festhalten, sagt CEO Roberto Cirillo.

Die Post wolle an der täglichen Zustellung festhalten, sagt CEO Roberto Cirillo.

Peter Klaunzer/Keystone

Wird die Post auch künftig jeden Tag die Briefe zustellen? Das muss nicht in Stein gemeisselt sein. In einem Bericht hat das Bundesamt für Kommunikation verschiedene Optionen für die künftige Grundversorgung geprüft, wie CH Media diese Woche publik machte. Möglich wäre demnach auch ein Abbau bei der Zustellung. Denn die Briefpost wird aufgrund sinkender Mengen defizitär. Ab 2025 könnte die Post deshalb in finanzielle Schieflage geraten.

Nun nimmt Post-CEO Roberto Cirillo Stellung zu den Planspielen des Bundes. Einer der - gerade in Berggebieten - heiss umstrittenen möglichen Ideen erteilt er eine Absage: «Wir stellen nicht in Frage, die Post täglich an die Haustüren zu liefern.» Die Post wolle auch künftig an jedem Wochentag diesen Service anbieten, in Städten ebenso wie im Berggebiet.

Bald Behörden und Dienstleister in den Poststellen?

Auch zur Idee, das Filialnetz abzubauen, äussert sich die Post. Sie bekräftigt frühere Versprechen, dass bis 2024 das Netz bei 800 Poststellen liegen soll. Wie es aber danach aussehen soll, dazu äussert sich die Post nicht. Sie schreibt aber, man wolle die Filialen für Dienstleistungsunternehmen und Behörden öffnen. Dies soll mithelfen, das Netz zu stabilisieren.

Das Heft in der Hand hat Bundesbern. Die Politik wird entscheiden müssen, welche Grundversorgung die Post nach der laufenden Strategieperiode (bis 2024) angeboten und wie diese finanziert werden soll. Grundsätzlich begrüsse die Post eine breite Diskussion darüber, wie der moderne Service public ausgeschaltet werden soll, heisst es in der Post-Mitteilung weiter. Dazu gehöre auch die Frage, wie die unterschiedlichen Grundversorgungsaufträge finanziert werden sollen, räumt die Post selbst mögliche künftige Probleme in diesem Bereich ein.